Die Ausbreitung des Coronavirus lässt die Wirtschaftstätigkeit in Deutschland stark einbrechen. Dies betrifft auch Betriebe der Handwerksbranche. Eine Umfrage von Contorion und YouGov beleuchtet nun, wie sich die Corona-Pandemie auf Handwerksbetriebe ausgewirkt hat. Die Ergebnisse vermitteln ein Stimmungsbild der Branche.

Insgesamt zeigt sich das Handwerk während der Corona-Krise robust, wenngleich negative Folgen spürbar sind. 24 Prozent und damit rund ein Viertel der Befragten gab an, dass ihr Betrieb stark bis sehr stark unter den Folgen von Corona leidet. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) spüren negative Folgen lediglich ein wenig und etwas. Immerhin 20 Prozent der Befragten sagten, dass ihr Betrieb gar nicht unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leidet. Trotz der Krise sieht zudem ein Großteil der Befragten ihren Betrieb nicht in Gefahr: 89 Prozent gaben an, dass er voraussichtlich bestehen bleibt.

Auf die Frage, wie sich die Corona-Pandemie auf den Betrieb ausgewirkt hat, nennen 26 Prozent der Befragten einen Auftragsrückgang. Dieser Effekt wurde am häufigsten beobachtet. Mit einer temporären Schließung des Betriebs hatten nur sieben Prozent der Befragten zu kämpfen. 48 Teilnehmer der Online-Umfrage gaben zudem an, dass ihr Betrieb bereits sogenannte Corona-Hilfen nutzen. Die mit großem Abstand am häufigsten in Anspruch genommene Maßnahme ist Kurzarbeit. 73 Prozent der Befragten, deren Betriebe Corona-Hilfen in Anspruch genommen hatten, machten diese Angabe. Noch 19 Prozent sagten, dass ihr Betrieb Liquiditätshilfen beantragte.

Leichter Stellenabbau

Die Ergebnisse der Online-Umfrage zeigen außerdem, dass die Corona-Pandemie in den Betrieben der Probanden mit einem leichten Stellenabbau einhergeht. 26 Probanden gaben an, dass ihr Betrieb sich bereits von Mitarbeitern getrennt hat. 31 Prozent von ihnen sagten, dass die Stellen in diesem Jahr eher nicht mehr besetzt werden.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 207 Personen aus Handwerksbetrieben zwischen dem 27. Mai und 4. Juni 2020 teilnahmen.

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