Rauchmelder: Diese stehen zur Auswahl

9. März 2015

Allein drei Viertel aller Brandopfer verunglücken nachts im Schlaf, weil sie den gefährlichen Brandgeruch nicht rechtzeitig wahrnehmen. Fatal, denn wenn wir schlafen, schläft auch unser Geruchssinn. Die Lösung: Ein Rauchmelder, auch als Rauchwarnmelder, Brandmelder oder Feuermelder bekannt, reagiert bereits auf erste Anzeichen von Rauch und erzeugt im Ernstfall ein lautes Warnsignal – so bist du früher informiert und kannst dich und andere in Sicherheit bringen.
Eine Anschaffung der Lebensretter lohnt sich somit allemal. In fast allen deutschen Bundesländern (in Berlin ab 31.12.2016 Baubeginn) ist ihr Einbau zumindest bei Neu- und Umbauten (in Sachsen bei Neubauten) vorgeschrieben. Aber welcher Rauchmelder ist der Richtige und worauf sollte man bei Kauf und Montage achten?

Den passenden Rauchmelder finden

Rauchmelder gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und für verschiedene Bedarfe. Wir geben dir eine Übersicht über die gängigen Rauchmeldertypen.

Rauchmeldertypen

Rauchmelder mit 10-Jahres-Lithium-Batterie
Die in den Rauchmeldern fest verbauten Lithiumbatterien, sollen mindestens zehn Jahre lang halten. Das erspart das jährliche Wechseln der Rauchmelder-Batterien. Ihr Nachteil: Ist die Batterie leer, muss sie ausgetauscht werden. Sofern es nicht zum Ernstfall kommt, sind Alarmtöne nur bei Testalarmen und am Ende der Batterielaufzeit zu hören. Einen jährlichen Funktionscheck ersetzen die Langzeitbatterien jedoch nicht.
Funkrauchmelder
Rauchmelder, die per Funk miteinander verbunden sind, haben einen entscheidenden Vorteil: Wird in einem Raum ein Alarm ausgelöst, wird dieser an alle Rauchmelder weitergeleitet. Eine solche Rauchmelder-Anlage ist insbesondere in großen Wohnungen oder Häusern sinnvoll. So werden weitere Personen direkt über die Gefahr informiert und können anderen helfen.
Rauchmelder mit austauschbaren Alkaline-Batterien
Sie sind preiswert in der Anschaffung und müssen nach dem Ende der Batterielaufzeit nicht entsorgt werden. Sie benötigen jedoch alle ein bis zwei Jahre neue Batterien und jedes Mal, wenn ein Batteriewechsel notwendig ist, ertönt ein Alarmton.

Zusätzliche Ausstattungsmerkmale, die dir wichtig sein könnten

LED-Blinklichter: Wen LED-Lämpchen stören, die auch nachts aktiv sind, sollte darauf achten, dass die permanent blinkenden Lämpchen nicht zur Ausstattung des Rauchmelders gehören.
Stummschaltung: Eine nützliche Zusatzausstattung, die schnell wieder für Ruhe sorgt, ist die Abschaltfunktion des Alarms. Die ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn sich der Rauchmelder am Ende der Batterielaufzeit zu Wort meldet, aber keine Feuergefahr besteht.
Große Prüftasten: Auch große Prüftasten können eine echte Erleichterung darstellen. So können Testalarme zum Beispiel mit einem Regenschirm ausgelöst werden, ohne dass dafür die Leiter gebraucht wird.

Darauf solltest du beim Kauf eines Rauchmelders achten

Laut DIN-Norm EN 14604 müssen Rauchwarnmelder mindestens folgende Anforderungen erfüllen:

  • Das CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ sollte vorhanden sein
  • Der Alarmton muss mindestens 85 dB(A) betragen
  • Der Rauchmelder sollte eine Warnvorrichtung besitzen, die akustisch über den Spannungsabfall der Batterien informiert (mind. 30 Tage, bevor die Batterie ausgetauscht werden muss)
  • Das Gerät muss über einen Testknopf zur Funktionsüberprüfung verfügen
  • Der Rauch sollte von allen Seiten gleich gut in die Rauchmesskammer eindringen können

Weitere zusätzliche Qualitätsmerkmale:

  • Schutzvorrichtung gegen Eindringen von Staub und Insekten
  • Langlebige Lithium-Batterien (Haltbarkeit von bis zu 10 Jahren)
  • Fotoelektronische Funktionsweise
  • Vernetzbarkeit mit anderen Geräten bei Funk-Rauchmeldern
  • Garantieleistung des Herstellers
  • VdS-Zertifikat (anerkanntes Qualitätsmerkmal für Sicherheits- und Brandtechnik)

So bringst du Rauchmelder richtig an

Rauchmelder können nur dann optimal funktionieren, wenn sie richtig angebracht wurden. Für die Installation sind ein paar einfache, aber wichtige Regeln zu beachten:

  • Rauchmelder sollten in der Mitte des Raumes waagerecht an der Decke angebracht werden
  • Rauchmelder sollten mit einem halben Meter Abstand zur Wand montiert werden
  • Rauchmelder sollten nicht in der Umgebung von Luftschächten und Klimaanlagen montiert werden

Aufgrund der erhöhten Gefahr sollten insbesondere in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren Rauchmelder eingesetzt werden. Bei offenen Verbindungen mit mehreren Geschossen ist mindestens auf der obersten Ebene ein Rauchwarnmelder zu installieren.
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Isabelle

Handwerkern auf die Finger und über die Schulter schauen: Ich interessiere mich vor allem für spannende Geschichten aus der Praxis.

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