Wie funktioniert ein Mähroboter?

Automatische Rasenmäher erleichtern dem Gartenfreund von heute das Leben. Statt regelmäßig bei Wind und Wetter selbst aktiv zu werden, wird der Mähroboter einmal installiert und sorgt fortan selbstständig für einen allzeit gepflegten Rasen. Dieses technische Wunder bedarf etwas Vorarbeit in der Vorbereitung, dann allerdings ist er einsatzbereit und erledigt ohne weitere Verzögerungen die anstehende Arbeit. Doch wie genau arbeitet solch ein ausgeklügeltes System? Die näheren technischen Einzelheiten möchten wir in diesem Artikel darlegen.

Seit Ende der 90er Jahre sind diese praktischen Gartenhelfer bereits auf dem Markt: automatische Rasenmäher, die selbsttätig den Rasen auf die gewünschte Schnittlänge kürzen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, denn das Rasen mähen mit den Mährobotern erleichtert die Arbeit ungemein.

Neben dem praktischen Aspekt, dass man sich, während der Rasen gemäht wird, anderen Tätigkeiten zuwenden kann, sind die Geräte sehr viel leiser und stromsparender im Gebrauch als herkömmliche, elektrobetriebene Rasenmäher. Darüber hinaus kann der Rasenschnitt auf der Rasenfläche verbleiben und muss nicht zusammengekehrt werden. Innerhalb von wenigen Tagen ist er bereits vollkommen verkompostiert und dient dem nachwachsenden Rasen als Dünger.

Je nach Qualitätsanspruch und Anforderungen vor Ort sind Einstiegsmodelle für kleine Rasenflächen bereits ab circa 1.000 Euro erhältlich. Für Mittelklassegeräte sollte man mit einem Preis ab circa 1.500 Euro rechnen. Die Premiumgeräte reichen von circa 2.500 Euro für robuste Hochleistungsmäher bis zu über 4.000 Euro für High-End-Modelle.

 

1. Wie funktioniert ein Rasenroboter?

Der Rasenroboter ist so konzipiert, dass er einmal eingeschaltet völlig automatisiert das Gartengrundstück abfährt. Dabei befinden sich an der Unterseite des Geräts scharfe Messer, die die Grashalme auf das gewünschte Maß kürzen und in Form bringen.

Automower im Garten

Anders als herkömmliche Rasenmäher arbeitet er mit einem Mulch-System. Das bedeutet, das zerschnittene Gras wird nicht in einem Behälter aufgefangen, sondern fein zerkleinert wieder auf dem Rasen verteilt. Auf diese Weise wird Abfall vermieden und der Mulch wirkt zudem als natürlicher Dünger.

Die nötige Energie bezieht der automatische Rasenmäher dabei über einen leistungsstarken Akku, den er bei Bedarf selbstständig wieder auflädt. Dazu muss er lediglich zu seiner Ladestation zurückkehren und warten bis die Batterien wieder aufgeladen sind.

 

2. Wie arbeitet ein Mähroboter?

2.1 Welche Vorgehensweisen gibt es?

Der Mähroboter wird so programmiert, dass er die Rasenfläche eigenständig abarbeitet. Seine Bewegungen folgen dabei, je nach Hersteller und Einstellung, einem bestimmten Muster.

Freies Bewegungsmuster Freies Bewegungsmuster:

Eine Vielzahl an Herstellern bevorzugt das freie Bewegungsmuster. Dabei bewegt sich das Gerät nach dem Zufallsprinzip fort und folgt in der Bewegung keinem festen Schema.

Der Vorteil dieser Methode ist die ausbleibende Streifenbildung im Rasen. Allerdings ist es möglich, dass kleine Abschnitte zunächst unbearbeitet bleiben und der eine oder andere Grashalm stehen bleibt.

Geordnete Bahnen Geordnete Bahnen:

Die alternative Methode sieht ein systematisches Abarbeiten der Rasenfläche in Bahnen vor. Dadurch werden Unregelmäßigkeiten vermieden und es wird sichergestellt, dass kein Halm vergessen wird. Typisch für dieses Mähmuster sind die Fahrspuren, die auf dem Gras verbleiben.

 

2.2 Welche Orientierungsweisen gibt es?

Der Mähroboter orientiert sich im Garten je nach Modell auf unterschiedliche Weise und erfordert dementsprechend unterschiedlich viel Aufwand in der Vorbereitung und Mähroboter Installation. Standardmodelle arbeiten meist mit Hilfe eines Begrenzungskabels bzw. Begrenzungsdrahts, der vorab im Gartengrundstück angebracht wird und dieses so abgrenzt, dass das Gerät erkennt, bis wohin er mähen muss. Dies erfordert natürlich eine Vorbereitung, die nicht unkompliziert ist, wenn man sich entschließt sie selbst in Angriff zu nehmen. Das Verlegen des Drahtes durch einen Fachmann ist ebenfalls möglich, dann kommen aber weitere Kosten auf den Nutzer zu. Auch eine zusätzliche Orientierung via GPS ist möglich.

Es gibt jedoch Alternativen. Einige Geräte kommen ganz ohne Begrenzungskabel aus und nutzen dafür andere Orientierungsweisen. Sie können anhand spezieller Sensoren Informationen über ihre Umwelt gewinnen und sich nur mit Hilfe dieser im Garten bewegen. Der Vorteil solch eines Mähroboters liegt ganz klar darin, dass das lästige Abstecken des Grundstücks wegfällt. Allerdings setzt diese Orientierungsweise klar erkennbare Abgrenzungen der Rasenfläche (z.B. durch Pflastersteine) voraus, da der Roboter sonst nicht zwischen Rasen und Blumenbeet unterscheiden kann.

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2.3 Welche Sensoren besitzt ein Rasenmäher Roboter?

Um seine Umgebung wahrzunehmen, bedient sich der Mähroboter verschiedener technischer Kniffe. Ausgestattet mit unterschiedlichen Sensoren zieht er Rückschlüsse auf seine Umgebung und reagiert dementsprechend.

    • Stoßsensoren signalisieren dem dem Gerät, dass es an dieser Stelle nicht weitergeht und die Richtung geändert werden muss. Trifft es beispielsweise auf einen Baum, wird das Hindernis erkannt und umfahren.
    • Hebe- und Neigungssensoren stellen sicher, dass der Mähroboter nicht zur Gefahr für Mensch und Tier wird. Ab einem bestimmten Neigungswinkel stoppen die an der Unterseite angebrachten Messer, sodass es nicht zu Schnittverletzungen kommen kann. Wird das Gerät angehoben, hält es ebenfalls an.
    • Abstandssensoren halten den eingestellten Zwischenraum ein, um beispielsweise Blumenbeete und ähnliches nicht zu beschädigen. Sie messen präzise den Abstand zwischen Gerät und Widerstand.
    • Regensensoren reagieren auf die Feuchtigkeit und das Gerät kehrt zur geschützten Ladestation zurück. In dieser Zeit fällt es aber dementsprechend auch aus, was ein klarer Nachteil ist. Mähroboter, die kein Problem damit haben, nasses Gras zu mähen, benötigen diesen Sensor nicht.
    • Grassensoren bestimmen den Untergrund auf dem sich der Mähroboter befindet. Verlässt er den Rasen, erkennt er den veränderten Untergrund und kehrt wieder zurück.

 

3. Wie findet der Mähroboter die Ladestation?

Um zur Ladestation zurückkehren zu können, orientieren sich die meisten Mähroboter an dem sogenannten Suchkabel, das ebenfalls in der Erde verlegt wird. Dieses sendet elektrische Signale aus, die das Gerät empfängt und von der Steuersoftware auswerten lässt.

Automower mit Ladestation

Auf diese Weise kehrt es zurück an die Docking-Station, um den eingebauten Akku wieder aufzuladen. Sowohl der Begrenzungs- als auch der Suchdraht beginnen und enden an der Ladestation.

Während der Begrenzungsdraht aber permanent aktiv ist, wird der Suchdraht nur dann genutzt, wenn er den Mähroboter zur Station zurückführen soll. Kabellose Geräte mit GPS nutzen für gewöhnlich ausschließlich diese zur Navigation.

 

4. Welche Rasenflächen sind für automatische Rasenmäher geeignet?

Rasenroboter gibt es für kleine, mittlere und große Rasenflächen, in entsprechenden Preiskategorien.

    • Als kleine Rasenflächen gelten Flächen zwischen 300 m² und 500 m².
    • Bei Flächen ab 500 m² spricht man von mittelgroßen Rasenflächen.
    • Wer einen Garten von 1000 m² oder mehr besitzt, benötigt ein spezielles Gerät für extra große Flächen.

Neben der Größe der zu bearbeitenden Fläche, spielt auch die Komplexität eine wichtige Rolle bei der Auswahl des richtigen Geräts. Während Basismodelle meist nur mit einer einfachen Rasenaufteilung ohne Verwinklungen zurecht kommen, sind qualitätiv höherwertige Modell auch für komplexere Flächen geeignet. Nicht nur ist die Steuersoftware feiner abgestimmt, die Geräte benötigen auch eine höhere Akkukapazität, weil sie durch das häufige Wenden und Rückwärtsfahren mehr Energie verbrauchen.

 

5. Welche Einstellungsmöglichkeiten gibt es bei einem Rasenroboter?

Die Schnitthöhe liegt je nach Hersteller und Modell zwischen zwei und sechs cm. Sie lässt sich in der Regel nach Wunsch manuell über einen Drehknauf direkt am Gerät oder per App einstellen.

Die Einstellung hängt beispielsweise davon ab, ob es sich um einen Zier- oder Nutzrasen handelt. Bei sehr hochgewachsenem Gras empfiehlt es sich mit einem größeren Abstand zu beginnen und diesen nach und nach zu reduzieren

 

6. Wie erhält ein Mähroboter Energie?

Seine Energie bezieht der automatische Rasenmäher aus seinem integrierten Akku, der regelmäßig an der Ladestation wieder aufgeladen wird. Diese Station kann an die haushaltsübliche Steckdose angeschlossen werden.

 

7. Wie oft soll Mähroboter mähen?

Der Rasenroboter sollte, wenn möglich, dauerhaft im Einsatz sein. Bei vielen Geräten können Tage und Uhrzeiten an denen gemäht werden soll, aber nach Bedarf eingestellt werden.

 

8. Wie wartet man einen Rasenroboter?

Die Wartung des Mähroboters ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Rasenmäher eher weniger aufwendig. Zu empfehlen ist eine wöchentliche Reinigung des Geräts, bei der Grasreste entfernt und die Messer sowie Ladekontakte gesäubert werden. Dazu lässt sich ein feuchtes Tuch und eine einfach Spülbürste verwenden.

Je nach Häufigkeit der Verwendung sollten die Messer etwa alle paar Monate ausgetauscht werden. Stumpf gewordene Messer führen mit der Zeit zu einem schlechteren Mähergebnis. Sie müssen entweder ersetzt oder nachgeschliffen werden. Die Automower Ersatzteile sind in der Regel erschwinglich.

Das teuerste Teil am automatischen Rasenmäher ist der Akku. Dieser hält in der Regel einige Jahre, bevor auch er ersetzt werden muss. Die Kosten hierfür liegen, je nach Gerät, zwischen fünfzig und mehreren hundert Euro.

 

9. Wie laut sind Mähroboter

Die Lautstärke der Rasenroboter variiert zwischen 50 und 75 dB. Das ist verglichen mit einem regulären Rasenmäher sehr leise und stört in der Regel weder Nutzer noch Nachbarn.

 

10. Wie sicher sind Mähroboter?

Die automatischen Rasenmäher gelten heutzutage als relativ sicher. Durch den Hebe- und Neigungssensor sind die Hände vor den laufenden Messern geschützt und stellen keine Gefahr dar. Wird das Gerät angehoben oder läuft Gefahr bei zu hoher Neigung zu kippen, wird der Mähvorgang gestoppt.

Viele Mähroboter verfügen zudem über spezielle Kindersicherungen, die dafür sorgen, dass Kinder das Gerät nicht alleine starten können.

Ist der Garten von außen zugänglich und soll das Gerät unbeaufsichtigt laufen, ist außerdem eine Diebstahlsicherung von Vorteil, die viele Hersteller integriert haben. Diese schlagen Diebe durch einen lauten Alarmton in die Flucht und/oder machen das Gerät ohne eine entsprechende Kodierung nutzlos.

 

11. Welche Mähroboter Hersteller gibt es?

Automatische Rasenmäher werden von zahlreichen verschiedenen Herstellern angeboten. Welches Modell für welchen Nutzer das richtige ist, lässt sich meist schwer sagen. Zu empfehlen ist grundsätzlich, sich zum einen an der Größe des Gartengrundstücks zu orientieren sowie an den Funktionen auf die individuell Wert gelegt wird. Beliebte Marken mit qualitativ hochwertigen Produkten sind u.a.:

12. Was du bei der Auswahl eines Automowers berücksichtigen solltest

Bei der Auswahl eines geeigneten Mähroboters spielen unterschiedliche Kriterien eine Rolle. Ganz entscheidend ist die Größe der zu mähenden Rasenfläche. Sie ist eines der wichtigsten Faktoren, denn die Kapazität des Geräts bestimmt, was für eine Fläche in welcher Zeitspanne gemäht werden kann. Für kleine Gartenflächen kann auf einen günstigeren Mähroboter zurückgegriffen werden, wohingegen große Rasenflächen ein leistungsstärkeres Premium-Modell benötigen. Die Angabe, für welches Flächenmaß ein Automower geeignet ist, befindet sich in der Produktbeschreibung.

Ebenfalls entscheidend für die Auswahl ist allerdings auch die Steigungskapazität der Geräte. Müssen große Höhenunterschiede überwunden werden, kann es auch bei kleiner Mähfläche erforderlich sein, als leistungsstärkeres Gerät zu wählen, da die Einsteigermodelle nur eine geringere Steigung zulassen.

Auch die Frage, ob viele Engstellen auf der Rasenfläche vorhanden sind und zu welchen Zeiten gemäht werden soll, ist wichtig für die Auswahl. Wer auf den Betrieb in der Nacht verzichten möchte, muss einen Rasenmäher-Roboter anschaffen, der die gewünschte Mähleistung im Laufe des Tages erbringen kann. Schnelligkeit wäre in diesem Falle gefragt.

Was ist darüber hinaus wichtig?

Neben den grundsätzlichen Entscheidungskriterien zählen Ausstattungsdetails und ergänzende Features. Wie gründlich ist die Schnittleistung? Wie einfach sind Handhabung und Programmierung? Wie sicher ist das Gerät? Wie schwer ist es und wie laut?

Automower Display
Das Display eines Husqvarna Automowers

Überlege dir vor der Auswahl ganz genau, welcher Automower am besten zu dir und deinem Garten passt. Zu den bekanntesten Markenherstellern von Automowern zählen Bosch, Gardena und Husqvarna.

13. Unsere beliebtesten Automower

Contorion ist zertifizierter Partner der Profimarke Husqvarna, die für jeden Bedarf hochwertige Automower im Programm hat. Alle Geräte des Herstellers werden vor dem Verkauf durch uns geprüft und haben zwei Jahre Garantie.

Auf unserer Husqvarna-Automower-Markenseite findest du eine Übersicht aller Husqvarna-Automower, die du bei uns im Shop bestellen kannst. Bei Fragen zu den Produkten wende dich gern telefonisch oder schriftlich an unsere Kundenberater oder informiere dich direkt vor Ort in unserem Contorion Profi Store in der Berliner Goertzallee.

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