Messuhr

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Eine Messuhr für gute Messergebnisse

Bei einer Messuhr handelt es sich um ein mechanisches Messgerät, mit dem sich Längen oder auch Längendifferenzen sehr einfach messen lassen. Messuhren werden beispielsweise für Ebenheits-, Lage-, Vergleichs- oder auch Rundlaufmessungen verwendet. Die Geräte werden sowohl mit einer analogen als auch einer digitalen Anzeige hergestellt. Bei Uhren, die eine Rundskala und eine analoge Anzeige besitzen, wird die Längsbewegung des Messtasters mithilfe einer Zahnstange und einem Zahnrad auf den Zeiger übertragen. So kann sich der Zeiger der Uhr mehrmals im Kreis drehen. Die Anzahl der Umdrehungen wird mithilfe eines weiteren Zeigers angezeigt, ähnlich wie bei einer normalen Uhr mit Stunden- und Minutenzeiger. Dank der Zahnstangenübersetzung hat die Uhr einen relativ großen Messbereich. Zusätzlich zeichnet sich die Uhr dadurch aus, dass sie im Zug- und auch im Druckbetrieb eingesetzt werden kann. Die Rückführung der Messstange erfolgt außerdem über eine Feder. Die anliegende Messkraft ist somit fast konstant.

Unterschiedliche Messuhr-Typen

Messuhren lassen sich unterteilen in:

  • mechanische Präzisionsmessuhren
  • digitale Präzisionsmessuhren
  • Fühlhebelmessgeräte
  • Feinzeigerinstrumente
  • mechanische Dickenmessgeräte
  • digitale Dickenmessgeräte
  • Tiefenmessgeräte

Auch Sonderanfertigungen und Spezialmessgeräte sind möglich, die sich für individuelle Anwendungen und spezielle Wünsche eignen. Mit speziellen Messeinsätzen und ihren Verlängerungen, die entweder digital oder analog sind, lässt sich der Messvorgang häufig erleichtern. Die Einsätze bestehen aus unterschiedlichen Materialien, wie beispielsweise Kunststoff, Rubin, Saphir, Keramik oder auch Hartmetall oder Stahl. Viele Uhren sind spritzwasser- und staubgeschützt und eignen sich daher auch für Anwendungen in empfindlicheren Bereichen. Viele Uhren bieten außerdem integrierte Schnittstellen, mit denen sich Daten bequem auf andere Geräte, wie etwa einem Computer, übertragen, speichern und auswerten lassen. Uhren erreichen in der Regel eine Genauigkeit von 1/100 mm bei einem typischen Messbereich von 5 bis 60 mm. Spezielle Uhren, die auch als Feinzeiger bezeichnet werden, können sogar eine Genauigkeit von 1 /1000 mm erreichen. Konstruktionsbedingt haben sie jedoch einen geringeren Messbereich. Die Uhren besitzen - genauso wie Messschrauben und Messtaster - eine gehärtete Fläche und Kugeln. Mit den Flächen oder Kugeln wird der zu messende Gegenstand berührt. Neben den normalen Uhren sind auch Bügel-Uhren erhältlich. Sie können ganz einfach die Dicke von flächigen Gegenständen messen. Hierzu lassen sich die beiden Messflächen auseinanderziehen. Der zu vermessende Gegenstand wird dazwischen gehalten. Nach dem Loslassen liegen beide Flächen auf dem Gegenstand auf und der Zeiger zeigt die Dicke des Materials an.