Akku-Rasenmäher für jedes Grundstück

16. Juni 2021

Der moderne Akku-Rasenmäher – geräuscharm und umweltfreundlich

 

Unter den Rasenmähern gehört der Akku-Rasenmäher zu den Elektromähern. Sie unterscheiden sich in diejenigen mit und ohne Netzkabel. Die Alternative zum kabellosen Akku-Mäher ist der Mähroboter.

Bei der Geräuschentwicklung wird in den Schalldruckpegel sowie in den Schallleistungspegel unterschieden. Beim Akku-Mäher sind beide Werte in etwa vergleichbar mit denen des kabelgebundenen Rasenmähers; sie sind jedoch hörbar leiser als der Benziner.

Im Gegensatz zum netzgebundenen Kabel sorgt der Akku für absolute Unabhängigkeit auf der gesamten Rasenfläche. Je nachdem mit welchem Strom der Akku geladen wird kann der akkubetriebene Rasenmäher „lupenrein Öko“ sein und somit absolut umweltfreundlich.

 

Spindelmäher vs. Sichelmäher – zwei Philosophien

 

Der Akku-Rasenmäher ist im Fachhandel in den beiden Techniken Spindel- und Sichelmäher verfügbar. Ein Akku-Spindelmäher unterscheidet sich sowohl in Funktionsweise als auch Einsatzbereich von dem überwiegend genutzten Akku-Sichelmäher. Auch die Bauform ist recht unterschiedlich. Der Spindelmäher fährt auf zwei, der Sichlmäher auf vier Rädern.

Bei dem Akku-Sichelmäher rotieren horizontal angeordnete Messer auf einer senkrechten Welle mit hoher Drehzahl. Dadurch schlagen sie das Gras im freien Schnitt ohne Gegenschneide ab.

Beim Spindelmäher schneiden die an einer rotierenden Spindel mit waagerechter Achse quer zur Bewegungsrichtung des Rasenmähers angeordneten Obermesser die Grashalme gegen ein feststehendes Untermesser ab. Dieses Scherenprinzip sorgt für einen sauberen Schnitt.

 

Akkukapazität entscheidet über Leistung

 

Der komplett abgasfreie Akku-Rasenmäher ist nach Volt, Watt und Wattstunden klassifiziert. Die elektrische Spannung liegt je nach Marke und Modell bei 2×18, 36 und 40 bis bei 72 Volt. Die Ladekapazität des Akkus beträgt zwischen 2,5 und 6 Ampere. Im Ergebnis sind das zwischen gut 70 bis etwa 240 Wattstunden Energiespeichervermögen.

Die Haltbarkeit des Akkus richtet sich nach der Zahl an Ladevorgängen. Der vielfach getestete Durchschnitt liegt bei etwa 300 Ladezyklen und darüber. Anhand dieser Faustregel lässt sich für den individuellen Einzelfall die voraussichtliche Lebensdauer des Akkus leicht ausrechnen.

Empfehlenswert bis hin zu ein Muss ist das Schnellladegerät, wenn mit zwei Akkus gearbeitet wird. Akku-Leuchtdioden informieren über den jeweiligen Ladestand sowohl während des Mäh- als auch des Ladevorganges. Verwendet wird ein Lithium-Ionen Akku, kurz Li-Ion. Die Li-Ion-Batterie lädt deutlich schneller als eine herkömmliche Batterie. Sie hat eine höhere Leistungsdichte sowie eine spürbar längere Lebensdauer.

 

Schnitthöhenverstellung & Schnittbreite

 

Je nach Marke und Modell verfügen Akku-Rasenmäher neuerer Generationen über eine zentrale Schnitthöhenverstellung. Ansonsten muss die Schnitthöhe an zwei oder vier Rädern separat eingestellt werden. Die Schnitthöhe selbst variiert zwischen 2,5 bis 7,5 cm. Als Faustregel gelten – auch für den Akku-Rasenmäher – bei Zierrasen 2 bis 3 cm und für den Schattenrasen oder anders gesagt für die Wiese 5 bis 6 cm. Die durchschnittliche Schnitthöhe beträgt 4 cm.

Die übliche Schnittbreite für den Akku-Mäher liegt bei 35 bis 40 cm. Der Akku-Mäher ist von seiner Leistungsfähigkeit her eher für die kleinere bis mittlere Rasenfläche geeignet; damit korrespondiert herstellerseits eine Schnittbreite bis 40 cm. Das gilt für die Rasengröße von etwa 300 m². Für größere Rasenflächen ist der Benzinmäher mit einer Schnittbreite von 50 cm plus minus deutlich geeigneter.

 

Grasfangkorb vs. Kit zum Mulchen

 

Die Größe oder anders gesagt das Volumen des Grasfangkorbes korrespondiert mit der Marke und dem jeweiligen Modell des Akku-Rasenmähers. Für eine zu mähende Rasenfläche von 300 m² beispielsweise gilt bei der Schnittbreite von 40 cm ein 50 L Grasfangkorb als angemessen groß. Das ungefähre Volumen an Rasenschnitt lässt sich recht genau ausrechnen, und damit auch die Zahl an Leerungen pro Rasenschnitt. Je größer und leistungsstärker der Akku-Mäher ist, desto höher ist auch das Volumen des Grasfangkorbes.

Beim Mulchen wird der kurzgehaltene Rasenschnitt von etwa 2,5 cm nicht im Grasfangkorb gesammelt, sondern das Gras wird während des Mähvorganges mit einem Mulch-Kit fein gehäckselt und fällt direkt danach auf den Rasen zurück. Dieser Vorgang wird als Mulchmähen oder einfach Mulchen bezeichnet. Mit Mulch-Kit erübrigt sich die gesamte Thematik Grasfangkorb mit dem dazugehörigen Entsorgen oder Kompostieren.

 

Alternative Mähroboter

 

Der Mähroboter ist automatisch, also von Haus aus ein Mulchmäher. Die Rasenfläche wird mit Robotik, sprich ohne menschliches Hinzutun gemäht. Insofern ist der Mähroboter ein eigenes Fabrikat des Akku-Rasenmähers. Die integrierten Sensoren reagieren auf kleinste Hindernisse auf der Rasenfläche. Dadurch bedingt erfordert der Mähroboter eine ebenerdige sowie gepflegte Rasenfläche. Die wird durch eingegrabene Stromkabel begrenzt. Der Mähroboter erkennt deren Induktivität und lenkt automatisch gegen.

Mit einem Satz gesagt: Der Mähroboter arbeitet so autonom, wie es von einem Roboter erwartet wird. Er ist nicht für jeden Rasen eine Alternative zum Akku-Mäher, der von Menschenhand geführt wird. Die funktionierende Robotik erfordert bestimmte Rahmenbedingungen. Umgekehrt ist der Mähroboter sehr schnell überfordert, wenn diese Bedingungen nicht stimmen.

 

 

Drei Beispiele aus dem Contorion-Sortiment

  • Einhell Akku-Rasenmäher GE-CM 36/47 HW Li [2×4,0Ah]
    Ein integrierter Rasenkamm ermöglicht das unmittelbare randnahe Mähen. Der Griffbereich ist ergonomisch geformt, und der Führungsholm aus Aluminium lässt sich klappen, höhenverstellen und ist insgesamt stabil. Die sechsstufige Schnitthöhe reicht von 2,5 bis 7,5 cm, die Schnittbreite beträgt 37 cm. Der Akku-Mäher arbeitet mit dem Power X-Change, kurz PXC Akku aus der Systemreihe von Einhell.

 

  • Husqvarna Akku-Rasenmäher LC 137i
    Schnitthöhe und Schnittbreite betragen 2,5 bis 7,5 beziehungsweise 37 cm. Der Akku-Mäher mit Kunststoffgehäuse arbeitet mit einem 36 V Li-Ion Akku. Für die Qualität dieses Modells sorgt ein bürstenloser BLDC-Motor. Der braucht zum Erzeugen der Drehbewegung aufgrund fehlender Bürsten deutlich weniger Strom. Das reduziert die erzeugte Wärme. Pro Akku-Ladung kann effektiver, das heißt länger gemäht werden. Unterm Strich ist der BLDC-Motor strom- und kostensparend.

 

  • Makita Akku-Rasenmäher 2x18V DLM432Z
    Der handliche Mäher ist für die kleine bis mittlere Rasenfläche von 150 bis 300 m² geradezu prädestiniert. Die Leistung erbringen zwei in Reihe geschaltete 18V-Akkus, die parallel in separate Halterungen eingeschoben werden. Der 50 L Grasfangkorb hat eine Füllstandsanzeige. Die Schnittbreite beträgt 43 cm, und die nach innen versetzten Räder gewährleisten ein randnahes Mähen. Der Holm ist faltbar sowie höhenverstellbar. Der Lieferumfang ist ohne Akku und Lade-/Schnellladegerät.

HAND-DRAUF-Redaktion

Von Werkzeug bis Unternehmensführung: Mit unseren Ratgebern wollen wir Handwerkern Antworten auf viele Fragen geben.

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1 Kommentar

  1. Jochen

    Auch in diesem Sommer wird wieder ordentlich der Rasen gemäht. Ich bin ein großer Freund vom Sichelmäher. Für mich erreicht die Methode den saubersten Schnitt. Auf einen Robo will ich aber nicht umsteigen, das nimmt dem Mähen ja die ganze Entspannung. 😉

    Antworten

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