Hochdruckreiniger: Allrounder gegen Schmutz

22. Juni 2022

Saubere Ergebnisse per Wasserstrahl: Der Hochdruckreiniger ist in vielen Handwerks- und Industriebetrieben heute unverzichtbar. Das effektive Reinigungsgerät ist praktisch, arbeitet gründlich und säubert Böden aller Art ohne viel Kraftaufwand. Bei der Wahl des richtigen Geräts und seiner Anwendung solltest du jedoch bedacht vorgehen.

Einfach gesagt: Ein Hochdruckreiniger ist so etwas wie eine besonders leistungsstarke Wasserpumpe. Sie ermöglicht dir, Fahrzeuge, technische Anlagen und sämtliche weitere Betriebs- und Arbeitsflächen vergleichsweise schnell, bequem und anstandslos von Dreck zu befreien. Selbst hartnäckige Beläge sind mit dem richtigen Gerät passé.

 

1. Funktionsweise: Wie ein Hochdruckreiniger arbeitet
2. Auswahl treffen: Welcher Hochdruckreiniger ist mir die größte Hilfe?
2.1. Mit Elektroantrieb: Hochdruckreiniger mit vielen Talenten
2.2 Mit Benzinantrieb: Hochdruckreiniger für echte Profis
3. Kauf-Ratgeber: Auf diese 4 Merkmale solltest du achten
3.1. Kaltwasser-Hochdruckreiniger vs. Heißwasser-Hochdruckreiniger: Gibt es wesentliche Unterschiede?
3.2. Für seichtere Aufgaben: Kaltwasser-Hochdruckreiniger
3.3. Gegen sehr hartnäckigen Schmutz: Heißwasser-Hochdruckreiniger
3.4. Sicherheit an erster Stelle: Hochdruckreiniger brauchen erfahrenen Umgang

 

1. Funktionsweise: Wie ein Hochdruckreiniger arbeitet

Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Jede Oberfläche, die du wieder glänzen sauber bekommen magst, ist per Hochdruckreiniger rasch blitzeblank. Dazu stellst du vor dem Arbeitseinsatz des Geräts den Wasserstrahl entsprechend kräftig ein. Ein eingebauter Kompressor beschleunigt das Wasser auf das von dir gewünschte Tempo. So konzentriert sich mittels Düsen letztlich die Energieleistung auf einen Punkt, rotierend oder fächerartig zur Flächenreinigung. Dabei entstehen 100 bis 150 bar mindestens.

Greifst du statt kaltem Wasser auf erwärmtes oder heißes zurück, kannst du die Reinigungsleistung einfach steigern. Verstärkt wird das durch zusätzliche Putz- und Reinigungsmittel. Ganz gleich, ob mutwillige Beschmierungen, witterungsbedingte Begrünung durch Moos und Kleinstpflanzen oder oder: der Hochdruckreiniger ist dann deine Rettung.

2. Auswahl treffen: Welcher Hochdruckreiniger ist mir die größte Hilfe?

Absolut vielseitig, volle Power für Stunden: Die Profi-Geräte von den großen Marken sind darauf ausgelegt, dich auch bei großen Reinigungsprojekten nicht auflaufen zu lassen. Mit einen Blick in den Contorion-Shop wirst du zugleich feststellen: Je nach Einsatzort und gewünschtem Umfang an Ausstattungen bestehen zwischen ihnen große Unterschiede.

Wonach kannst du dich also ganz grundsätzlich richten? Ein entscheidendes Kaufkriterium ist die Art des Antriebs. Zwei Hauptformen haben sich am Markt etabliert. Wir stellen sie einmal für dich gegenüber …

 

2.1. Mit Elektroantrieb: Hochdruckreiniger mit vielen Talenten

Holzdielen auf der Terrasse, Sandstein oder das Baugerüst entschmutzen: Ist der Schmutz eher leicht entfernbar, reicht oft ein Hochdruckreiniger mit Elektroantrieb. Das erspart dir dann vor allem wertvolle Arbeitszeit.

Geräteaufbau und Funktion: Elektrisch betriebene Hochdruckreiniger arbeiten zunächst einmal kabelgebunden oder per Akku. Die Mehrheit solcher Geräte verfügen über ein Netzkabel inklusive Spritzwasserschutz, das vor potentiellen Schäden beim Reinigen zuverlässig bewahrt. Nur wenige elektrische Modelle sind für den mobilen Einsatz vorgesehen.

Wo du einen Hochdruckreiniger mit Elektroantrieb am besten einsetzt? Man kann sagen, dass diese Gerätetypen vorrangig auf Vielseitigkeit ausgelegt sind. Egal, wo die Flächen künftig wieder blitzen sollen, elektrisch betriebene Reiniger gehen fast mit allem um.

Die Vorteile: Elektrisch betriebene Hochdruckreiniger sind geräuscharm, was sie sehr geeignet für lärmempfindliche Arbeitsumgebungen macht, etwa in geschlossenen Räumen – beispielsweise überall dort, wo hohe Konzentration erforderlich ist.

Schädliche CO2-Emissionen entstehen hier zudem nicht: Gegenüber benzinbetriebenen Reinigern, des zweiten großen Reinigertyps, sind sie damit freilich um einiges besser für die Umwelt. Auch schonen die Geräte trotz hohen Wasserdrucks die kontaktierten Bodenflächen. Namhafte Hersteller und Marken wie Kärcher, STIER oder Bosch bieten dir eine breite Auswahl an Modellen – schau am besten selbst, welches Gerät deinem Bedarf am besten entspricht.

Apropos, es gibt auch ein paar Nachteile, die du kennen solltest: Sei dir bewusst, dass zumindest Hochdruckreiniger ohne Akku immer eine feste Stromquelle benötigen. Ohne Kabel geht in dem Falle nichts. Dann bleibst du auch in deinem Bewegungsradius begrenzt. Da die Geräte gut mal mehr als 3.000 Watt aus der Dose brauchen, kommt das Netz eventuell auch schnell an seine Grenzen. Im Zweifel: Setze auf einen Elektroreiniger mit Akku. Die Auswahl ist inzwischen groß!

2.2. Mit Benzinantrieb: Hochdruckreiniger für echte Profis

Mit richtig Wumms? Bitteschön, Hochdruckreiniger mit Benzinantrieb geben nie auf. Auch dann nicht, wenn der Schmutz so  gefühlt so fest sitzen, dass er aus grauen Vorzeiten stammen muss.

Geräteaufbau und Funktion: Wie ihr Name schon sagt, beziehen sie ihre Kraft aus einem Benzinmotor. Das hat auch Gründe – denn nur so, sind sie in der Lage, dermaßen viel Wasserdruck und -tempo zu erzeugen, um erhöhten Anforderungen im industriellen Profibereich gerecht zu werden. Das siehst du auch an ihrer Konstruktion. Oftmals sind Benzin-Hochdruckreiniger auffällig robust gebaut.

Wo du ihn am besten einsetzt? Dank hoher Performance und Durchhaltevermögen sind die Geräte mit eingebautem 4-Takt-Motor ein kleiner Hulk auf Rädern; und zwar im gesamten Außenbereich. Fern von jeder Steckdose. Unterwegs bei bestem oder schlechtestem Wetter.

Was sie besser können als elektrische Modelle: Zum einen wäre da die schon angesprochene höhere Reinigungsleistung. Zum Beton Sanieren, Reinigen von Baufahrzeugen oder Säubern hochgradig verschmutzter Firmenwagen – Hochdruckreiniger mit Benzinantrieb machen nicht schlapp. Auch sind die aufgrund ihrer robusten Bauweise wartungsarm. Abgesehen von Öl- und Zündkerzenwechsel. Kränzle, Kärcher oder Makita: Bei Contorion führen wir für dich ausschließlich erstklassige Modelle.

Doch wo Licht ist, da fällt immer auch ein Schatten: Mit einem mit Benzinmotor angetriebenen Profi-Hochdruckreiniger musst du in Kauf nehmen, dass reichlich Lärm beim Arbeiten entsteht. Das ist manchmal Baustellen-Niveau. Auch nützt dir ein solches Gerät nichts bei innenliegenden Reinigungsarbeiten auf kleineren und mittelgroßen Flächen.

Die Reiniger sind schwer und nicht ganz leicht zu transportieren, ja auch etwas preisintensiver. Nicht zuletzt stoßen sie viele schädliche Emissionen aus. Wäge also bitte gut vor dem Kauf ab, ob hier Vor- oder Nachteile für dich und dein Unternehmen überwiegen.

 

3. Kauf-Ratgeber: Auf diese 4 Merkmale solltest du achten

  1. Viele Funktionen in einem
    Ganz wichtig, bevor du unseren Shop überstürzt leer kaufst: Mach dir klar, wo du es regelmäßig genau brauchst und wie viel es für diese Aufgaben leisten muss. Eine Komplettausstattung für unterschiedlichste Anwendungen ist zudem von Vorteil: Achte auf ein Set aus Düse, Pistole und Lanze sowie einen beigefügten speziellen Hochdruckschlauch. Nützlich ist eine Variodüse, mit der du wahlweise einen Punktstrahl, Fächerstrahl oder Rotationsstrahl auswerfen kannst.
  2. Das Gerät hat Power
    Schau auf jeden Fall auf die Nennwerte für Wasserdruck und Förderleistung. Zusammen haben sie viel Aussagekraft: Daraus ergibt sich das tatsächliche Leistungsvermögen. Ist eine Saugfunktion vorhanden, sollte beispielsweise eine gute Förderpumpe dabei sein.
  3. Gutes Handling
    Seien wir mal ehrlich: Nur angenehm bedienbare Geräte – und damit auch jeder Hochdruckreiniger – nimmst du letztlich wirklich immer wieder in die Hand, wenn es Spaß mit ihnen macht. Sie sollten kein schwerer Klotz sein und ermüdungsfreies Arbeiten ermöglichen. Auch der Hochdruckschlauch sollte eine für dich passende Länge aufweisen, mindestens im Schnitt 15 Meter.
  4. Gibt dir Flexibilität
    Den Punkt Akku und Stromkabel haben wir ja schon angesprochen, doch nochmal zur Erinnerung: Je nach Bedarf und Arbeitsstätte kann das eine oder andere Funktionsprinzip zu deinen Reinigungstätigkeiten eben besser oder schlechter passen. Am Ende zählt, dass du im Zweifel nicht zwei Geräte mit dir herumschleppen musst.

3.1. Kaltwasser-Hochdruckreiniger vs. Heißwasser-Hochdruckreiniger: Gibt es wesentliche Unterschiede?

Welchen Einfluss hat die Wassertemperatur auf die Ergebnisse deiner Putzaktionen? Interessante Frage! Bei beiden gilt jedenfalls: Mit beigefügten Reinigungsmitteln leisten sie so oder so noch mehr.

3.2. Für seichtere Aufgaben: Kaltwasser-Hochdruckreiniger

Geht es um losen Staub, Schlamm und das Abtragen von etwas Moos, reicht Kaltwasser unter Hochdruck oft aus. Das heißt aber nicht, dass sie Eiswürfel schießen: Auch solche Geräte kannst du mit Warmwasser bis 60° C befüllen, was die Reinigungsleistung steigert. Schwieriger wird es, wenn der Dreck sehr fest sitzt.

Kaltwasser-Hochdruckreiniger sind preisgünstig zu erwerben, energieeffizient, kühlen hingegen aber auch rasch aus. Das macht sich im Herbst und Winter oft nach kurzer Zeit bemerkbar.

3.3. Gegen sehr hartnäckigen Schmutz: Heißwasser-Hochdruckreiniger

Fettigen und rußigen Belägen an den Kragen! Jawohl, wirklich verkeimte Flächen bekommst du nur mit entsprechendem Heißwasser unter Hochdruck aus der Welt. Gerade in sensiblen und hygienisch anspruchsvollen Arealen geht kein Weg um dieser Gerätevariante vorbei.

Zusammengefasst: Sie reinigen sehr gut, dank der zusätzlichen Hitze bis 150° C, un desinfizieren zugleich. Keime haben so keine Überlebenschance. Das macht das Reinigungsprinzip aber auch teurer und die Arbeitshilfen verschleißanfällig. Schließlich wird ein solcher Hochdruckreiniger auch viel mehr auf Dauer beansprucht.

3.4. Sicherheit an erster Stelle: Hochdruckreiniger brauchen erfahrenen Umgang

Vorsicht von allen Seiten: Arbeitest du mit einem Hochdruckreiniger – egal welcher Art, lass bitte stets Vorsicht walten. Erfahrung vorausgesetzt. Der Grund? Trifft der starke Wasserstrahl unverhofft auf falsche Stellen, kannst du leicht jemanden verletzen. Das gleiche gilt, wenn Hitze im Spiel ist.

Am besten prüfst du vor jedem Arbeitsbeginn den Schlauch auf mögliche Löcher (sonst läuft Wasser unkontrolliert aus) – und setzt außerdem eine Schutzbrille auf. Manchmal fliegen ja kleine Teilchen von der bespritzten Schmutzfläche weg. Und die willst ja weder du noch wer anders in Auge bekommen? Na also. Ist alles gecheckt, kann es mit deinem neuen Hochdruckreiniger losgehen. Viel Erfolg!

HAND-DRAUF-Redaktion

Von Werkzeug bis Unternehmensführung: Mit unseren Ratgebern wollen wir Handwerker*innen Antworten auf viele Fragen geben.

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