Wenn du als Profi vor der Aufgabe stehst, in extrem harte Materialien wie Feinsteinzeug, Granit oder Marmor zu bohren, stößt ein herkömmlicher Hartmetallbohrer schnell an seine Grenzen. Hier kommt der Diamant-Fliesenbohrer ins Spiel. Er ist das Spezialwerkzeug deiner Wahl für ausrissfreie, saubere und exakte Bohrungen in spröden und dichten Werkstoffen. Seine besondere Konstruktion ermöglicht es dir, selbst anspruchsvollste Installationsarbeiten, wie die Anbringung von Sanitärobjekten oder das Setzen von Steckdosen, effizient und materialschonend durchzuführen.
Bei Contorion findest du eine sorgfältig ausgewählte Palette an Bohrwerkzeugen, die auf die Bedürfnisse des professionellen Handwerks zugeschnitten sind. Ein hochwertiger Diamantbohrer für Fliesen ist dabei eine unverzichtbare Investition, die sich durch Langlebigkeit und erstklassige Ergebnisse bezahlt macht.
Im Gegensatz zu Bohrern, die Material schneiden, arbeitet ein Diamant-Fliesenbohrer durch Schleifen. Sein Grundkörper aus Stahl ist an der Spitze mit Industriediamanten besetzt. Diese Diamantsegmente sind extrem hart und tragen das Material Korn für Korn ab. Dieses Prinzip sorgt für eine sehr geringe Rissbildung und schont die empfindliche Oberfläche der Fliese.
Es gibt verschiedene Verfahren, wie die Diamanten auf den Träger aufgebracht werden:
Der primäre Einsatzbereich für einen Diamant-Fliesenbohrer ist das Bohren in sehr harte Fliesen und Natursteine. Dazu gehören vor allem:
Während Produkte wie der Bosch Fliesenbohrer CYL-9 Ceramic oder der Alpen Keramikbohrer Keramo extreme für weichere bis mittelharte Keramikfliesen eine gute Wahl sind, ist für die Bearbeitung von hartem Feinsteinzeug ein echter Diamantbohrer unerlässlich. Die Verwendung des falschen Bohrers führt hier unweigerlich zu übermäßigem Verschleiß, Hitzeschäden und unsauberen Bohrlöchern.
| Produktmerkmal | Diamant-Trockenbohrer M14 | Diamant-Nassbohrkrone 1/2' | Galvanischer Diamantbohrer 6-kant | Bosch Fliesenbohrer CYL-9 Ceramic |
|---|---|---|---|---|
| Bindungsart | Vakuumgelötet | Gesintert | Galvanisch belegt | Hartmetall (geschliffen) |
| Kühlung | Trocken (integriertes Wachs) | Nass (externe Wasserzufuhr) | Nass (empfohlen) | Trocken / Wasserkühlung empfohlen |
| Anschluss | M14-Gewinde (Winkelschleifer) | 1/2' Innengewinde (Kernbohrmaschine) | Sechskantschaft (Akkuschrauber) | Zylinderschaft |
| Hauptanwendung | Feinsteinzeug, Granit | Beton, harter Naturstein, Feinsteinzeug | Glas, weiche bis mittelharte Fliesen | Weiche bis mittelharte Keramikfliesen |
Um die maximale Lebensdauer und Leistung aus deinem Diamant-Fliesenbohrer herauszuholen, ist die richtige Anwendung entscheidend. Deaktiviere immer die Schlagfunktion deiner Bohrmaschine. Ein schlagender Impuls würde die Diamanten aus ihrer Verankerung brechen und den Bohrer unbrauchbar machen. Beginne die Bohrung mit geringer Drehzahl und in einem leichten Winkel von etwa 30 Grad. Sobald der Bohrer eine Kerbe gebildet hat, richte die Maschine langsam senkrecht auf und bohre mit leicht pendelnden Bewegungen weiter. Dies verbessert die Kühlung und den Abtransport des Bohrmehls.
Die ideale Drehzahl hängt vom Durchmesser des Bohrers und dem Material ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Durchmesser, desto niedriger die Drehzahl. Für kleine Durchmesser (6-12 mm) in Feinsteinzeug sind Drehzahlen zwischen 800 und 1.500 U/min üblich. Bei großen Bohrkronen solltest du die Drehzahl auf unter 800 U/min reduzieren. Beachte stets die Herstellerangaben.
Ein Diamantbohrer arbeitet durch Schleifen und ist für extrem harte Materialien wie Feinsteinzeug konzipiert. Ein Hartmetall-Fliesenbohrer hingegen hat eine geschliffene Schneide, die das Material zerspant. Er eignet sich gut für weichere bis mittelharte Keramikfliesen, versagt aber bei der Härte von Feinsteinzeug.
Ein deutliches Zeichen für Verschleiß ist ein stark nachlassender Bohrfortschritt. Wenn du merkst, dass du den Anpressdruck erhöhen musst, um voranzukommen, oder wenn die Bohrkrone anfängt zu überhitzen und sich verfärbt, sind die Diamantsegmente abgenutzt. Ein Blick auf die Bohrerspitze zeigt oft auch, dass die Diamantkörnung nicht mehr hervorsteht.
Nein, im Gegenteil. Übe nur leichten bis mäßigen Druck aus. Das Eigengewicht der Maschine reicht oft schon aus. Zu hoher Druck führt zu übermäßiger Hitzeentwicklung, was die Diamantbindung beschädigt und die Standzeit des Bohrers drastisch verkürzt. Lasse den Diamantbohrer die Arbeit machen.