In der Industrie wird destilliertes Wasser als eine spezielle Form des Wassers bezeichnet, das durch eine thermische Trennung mittels Destillation von natürlich vorkommenden Essenzen, z.B. Ionen und Spurenelementen gesäubert wird. Wasser in destillierter Form ist somit eine ausgefallene reine Form des Wassers. Es wird in unterschiedlichen Industriebereichen angewendet:
Es wird im Regelfall aus normalem Leitungswasser durch Verdampfen und der darauffolgenden Kondensation gewonnen. Dieses Wasser ist im großen und Ganzen von Mikroorganismen, organischen Stoffen und Salzen befreit. Jedoch können noch minimale Mengen von einfach flüchtigen Verbindungen enthalten sein. Für die übliche Destillation ist ein sehr hoher Einsatz von Kühlwasser und Energie erforderlich und ist deswegen ein kostspieliges Verfahren. Als Alternative kommt in den meisten Fällen das Ionenaustauschverfahren zur Anwendung. Dieses Wasser verfügt nur über geringe Ionen und leitet den elektrischen Strom auch nur im minimalem Maße weiter. Auch bei der höchsten Reinheit ist immer eine Restleitfähigkeit gegeben. In Deutschland unterliegt das entmineralisierte Wasser einer Norm. Es wird nach VDE 0510 verkauft und entspricht den Normen für Batterien. Sollte das Wasser für Analysen geeignet sein, muss es in seinen Charakteristiken die Norm DIN ISO 3696 erfüllen.
Weil entmineralisiertes Wasser keine Inhaltsstoffe enthält, ist es zum Reinigen besser geeignet als normales Wasser. Es ist unwichtig, ob beim Pflegen der Arbeitsfläche, des Parketts oder Fensters dieses Wasser eingesetzt wird. Durch das fehlen sämtlicher Inhaltsstoffe werden Schmutzpartikel besser aufgenommen und kann mit einem Schwamm verglichen werden, der in einer Pfütze liegt. Deswegen werden auch weniger Reinigungsmittel benötigt. Ein weiterer Vorteil bei der Pflege: Entmineralisiertes Wasser enthält kein Kalk. An Kalkrückständen positionieren sich unverzüglich neue Schmutzpartikel. Durch das entmineralisierte Wasser wird der Prozessvorgang mit neuem Schmutz länger hinausgezögert.