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Bodenverbesserer

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Bodenverbesserer

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NEBELUNG Gründünger-Mischung Stickstoff-Fixx TerraLife 0,5 kg
93,99 €inkl. MwSt.
15 Stück
Lieferung bis Mi., 18. Nov.

Es gibt bei der Qualität des Bodens prinzipiell keine generelle optimale Zusammensetzung hinsichtlich des Mineralgehalts, der Korngrößenverteilung oder des Wassergehalts bzw. der Wasseraufnahme- und Wasserspeicherkapazität, denn so viele Gärtner es gibt, so viele verschiedene Ansprüche an den Boden gibt es auch. Wer Kakteen liebt braucht einen ganz anderen Boden als der Züchter von Seerosen. Dennoch lassen sich ein paar allgemein gültige Erkenntnisse über gute Böden zusammenfassen.

Ein guter Gartenboden z. B. zeichnet sich durch eine eher krümelige und gut durchlüftete Struktur aus, die auch eine ausreichende Wasserspeicherung ermöglicht. Darüber hinaus enthält der gut bearbeitbare Gartenboden genügend Nährstoffe. Diese schönen Eigenschaften ergeben sich aus dem Zusammenwirken von Sand, Kies, Lehm, Ton und Humus, die gemeinsam den Boden bilden. Da es aber auch viele ziemlich einseitige, eigenwillige Böden gibt, möchten viele Gärtner ihren Boden verbessern. Ein sogenannter Bodenverbesserer, den Sie dem Gartenboden beimischen können, verändert den Boden zumindest ein Stück weit in Richtung Idealzustand.

Kleine Bodenkunde

  • Grob-, Mittel- und Feinsand: Das Spektrum der sandigen Korngrößen liegt mit 0,06 bis 2 Millimeter unterhalb des Feinkieses. Durch die noch relativ großen Hohlräume kann das Wasser sehr gut und tief in den Boden eindringen und ggf. bei Starkregen auch ausreichend in den Untergrund ablaufen. Diese Eigenschaft bedeutet aber auch, dass Sand ein eher schlechter Speicher für Wasser ist.
  • Schluff hat die kleinen Korngrößen (2 bis 60 Mikrometer) unterhalb des Feinsandes. Das Wasser-Luft-Verhältnis ist hierbei relativ gut ausgeglichen, d. h., überflüssiges Wasser kann noch einigermaßen gut versickern, wobei der Schluff aber auch eine gewisse Wassermenge eine Zeit lang halten kann.
  • Lehm und Ton sind die Bodenvertreter mit den kleinsten Korngrößen, kleiner als 2 Mikrometer. Entsprechend fein und klein sind auch die Poren zwischen den Bodenteilchen. Hier kann das Wasser nicht sehr tief eindringen, und diese dichte Matrix kann die Wasserteilchen recht lange speichern. Bei größeren Regenmengen dringt nicht viel Wasser in den "stauenden" Boden ein, sondern es fließt oberflächlich dem stärksten Gefälle folgend rasant ab.

So ist die Korngrößenverteilung ein wesentliches Kriterium für die Einteilung der Bodenarten.

Kompost ist ein Bodenverbesserer

Bei den sogenannten leichten, sandigen Böden lässt sich mit der Zugabe von Kompost die Kapazität zur Wasserspeicherung deutlich verbessern. Setzen Sie dem Boden das organische Material möglichst jedes Frühjahr zu. Auf brachliegenden Flächen, z. B. Neubaugrundstücke, sollten Sie zusätzlich auch eine Gründüngung aussäen. Auch diese Pflanzen bereichern den Boden mit ihrer Grün- und Wurzelmasse mit organischem Material. Lassen Sie ggf. auch die Pflanzenreste nach dem Abmähen liegen, denn diese natürliche "Mulchschicht" vermindert die Verdunstung.

Der pH-Wert gibt den Säuregehalt des Bodens an. Dieser Wert sollte ungefähr alle 3 Jahre mal ermittelt werden. Falls dieser Wert unter 5,5 liegt (7 ist neutral), dann droht der Boden zu übersäuern, und eine Kalkzufuhr ist möglichst im Frühjahr zu empfehlen. Die Fähigkeit, Feuchtigkeit und Nährstoffe zu speichern, lässt sich durch die Ausbringung von Tonmehl wie Bentonit deutlich steigern.

Bodenverbesserer für tonige Böden

Als "schwer" wurde und wird ein Boden dann bezeichnet, wenn er schwer zu bearbeiten ist, und das gilt eben für Lehm- oder Tonböden. Wegen der großen Menge gespeicherter Feuchtigkeit ist der Boden im Frühjahr nicht nur schwer und klumpig, er bleibt auch lange kalt, was das Pflanzenwachstum nicht gerade befördert. Wenn diese Bodenart dann auszutrocknen beginnt, bilden sich sogar Risse. In diesem Stadium wird dann die Bodenbearbeitung fast sinnlos. Der Zeitraum, in dem solche Böden überhaupt bearbeitet werden können, ist wirklich ziemlich kurz, daher bezeichnet die Landwirtschaft einen schweren Boden auch als "Minutenboden". Als Bodenverbesserer sollten Sie in diesem Fall mit einer Harke Sand in den Boden einarbeiten. Als zusätzliche Maßnahme, die diesen Boden verbessern kann, ist auch hier wieder die Einarbeitung von Kompost, der die Bodenstruktur auflockert, zu empfehlen.

Durch möglichst tiefes Umgraben des tonigen Bodens vor dem strengeren Frost lässt sich die unerwünschte Bodenverdichtung eingrenzen. Das liegt daran, dass sich die entstehenden Eiskristalle räumlich ausdehnen und auf diese Weise den dichten Boden aufbrechen (Frostsprengung). Vom Frühjahr bis in den Spätsommer macht ggf. die Aussaat eines Gründüngers wie z. B. Lupinen oder Ölrettich Sinn, da dessen relativ starke Wurzeln ebenfalls dabei helfen, den Boden aufzulockern.

In sehr hartnäckigen Fällen, in denen sich z. B. immer wieder nachhaltige Staunässe bildet, liegt auch der Gedanke an Maßnahmen zur Bodenentwässerung nahe, das können beispielsweise Dränagesysteme sein. Hierzu sollten Sie sich den Rat eines Landschaftsgärtners einholen.

Wichtige Hersteller für Bodenverbesserer