Ein Stellring ist ein fundamentales Maschinenelement, das in nahezu jeder mechanischen Konstruktion eine entscheidende Rolle spielt. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Bauteile wie Lager, Zahnräder, Hebel oder Sensoren axial auf einer Welle oder Achse zu fixieren. Durch seine einfache, aber äußerst effektive Funktionsweise verhindert er ungewolltes Verschieben und sorgt für eine exakte, wiederholbare Positionierung.
Ob im Maschinenbau, in der Automatisierungstechnik oder bei der Fertigung von Vorrichtungen – überall dort, wo eine zuverlässige axiale Begrenzung erforderlich ist, kommt der Stellring zum Einsatz. Bei Contorion findest du eine breite Auswahl an Ringen für professionelle Anwendungen, die höchsten Ansprüchen an Materialqualität und Maßhaltigkeit gerecht werden.
Die gängigste Ausführung ist der Stellring nach DIN 703. Diese Norm definiert Ringe, die mittels eines oder mehrerer Gewindestifte mit Innensechskant auf der Welle geklemmt werden. Eine wichtige Unterscheidung ist die zwischen der leichten und der schweren Reihe. Modelle wie der DIN 703 Stellring der schweren Reihe sind für Anwendungen mit höheren Haltekräften und Belastungen konzipiert und verfügen oft über zwei Gewindestifte für eine noch sicherere Klemmung.
Neben den klassischen Stellringen gibt es spezialisierte Ringe für besondere Aufgaben. Sprengringe, wie der DIN 9925 aus Federstahl-Draht oder der DIN 7993 Runddraht-Sprengring, dienen der Sicherung von Bauteilen in Nuten auf Wellen oder in Bohrungen. Sie sind nicht zum Klemmen gedacht, sondern rasten formschlüssig ein. Für Werkstattanwendungen, beispielsweise beim Ein- und Auspressen von Lagern, sind Druckringe und Zentrierringe von Marken wie Gedore unverzichtbar. Sie gewährleisten eine gleichmäßige Krafteinleitung und verhindern Beschädigungen an den Bauteilen.
Die Wahl des richtigen Materials ist entscheidend für die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit eines Stellrings. Die am häufigsten verwendeten Werkstoffe sind:
Die Oberfläche der Welle und die des Rings sollten stets sauber und frei von Öl oder Fett sein, um die maximale Haltekraft der Klemmverbindung zu gewährleisten.
| Produkt | Norm | Material | Befestigungsart | Besondere Eignung |
|---|---|---|---|---|
| DIN 703 Stellringe schwere Reihe zwei Gewindetsifte mit Innensechskant | DIN 703 | Stahl, blank | Klemmung über 2 Gewindestifte | Anwendungen mit hohen axialen Kräften und Vibrationen |
| DIN 703 S Stellring Stahl 90 S | DIN 703 | Stahl, brüniert | Klemmung über 1 Gewindestift | Standard-Positionieraufgaben im allgemeinen Maschinenbau |
| DIN 7993 Runddraht-Sprengringe für Wellen Form A | DIN 7993 | Federstahl | Formschlüssige Sicherung in Nut | Axiale Sicherung von Bolzen und Bauteilen auf Wellen |
| Gedore Zentrierring Ø49 | Herstellernorm | Spezialstahl | Auflegen/Positionieren | Präzises Zentrieren von Werkstücken bei Montagearbeiten |
Die entscheidende Angabe ist der Innendurchmesser des Rings, der exakt dem Außendurchmesser deiner Welle entsprechen muss. Miss den Wellendurchmesser präzise mit einem Messschieber und wähle den Stellring mit der passenden Bohrung aus unserem Sortiment.
Einteilige Stellringe nach DIN 703 müssen über das Wellenende aufgeschoben werden. Geteilte oder zweigeteilte Stellringe bestehen aus zwei Hälften, die um die Welle gelegt und dann verschraubt werden. Ihr Vorteil liegt in der einfachen Montage und Demontage, auch an schwer zugänglichen Stellen, ohne dass andere Bauteile entfernt werden müssen.
Das korrekte Anzugsdrehmoment ist abhängig von der Größe des Gewindestiftes und dem Material von Ring und Welle. Ein zu hohes Drehmoment kann das Gewinde beschädigen oder die Welle markieren. Halte dich an die Herstellerangaben oder nutze allgemeine Tabellenwerte für Schraubenanzugsmomente als Richtwert, um eine sichere Klemmung zu erzielen.
Ja, die Spitze des Gewindestiftes kann bei der Klemmung eine kleine Markierung auf der Wellenoberfläche hinterlassen. Wenn dies vermieden werden soll, eignen sich geteilte Klemmringe, die den Druck gleichmäßig um die Welle verteilen, oder die Verwendung einer Passfeder, die in einer Nut auf der Welle sitzt.