In vielen industriellen und gewerblichen Umgebungen sind fest installierte Steigleitern an Gebäuden, Masten oder in Schächten unverzichtbar. Ab einer bestimmten Höhe wird ein zuverlässiger Steigschutz zur gesetzlichen Pflicht, um Absturzunfälle zu verhindern. Diese Systeme gewährleisten, dass du dich bei Auf- und Abstiegen sicher bewegen kannst und im Falle eines Fehltritts sofort aufgefangen wirst. Ein professionelles Steigschutzsystem besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten, die zusammen ein Höchstmaß an Sicherheit garantieren.
Bei Contorion findest du eine umfassende Auswahl an hochwertigen Bauteilen für deinen Steigschutz, von Schienensystemen über Sicherungsläufer bis hin zu Zugangssperren. Wir führen Produkte renommierter Hersteller wie ZARGES, MUNK und Hymer, die für ihre Langlebigkeit und Einhaltung strenger Sicherheitsnormen bekannt sind. So kannst du sicherstellen, dass deine Steigtechnik den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften entspricht und dein Team optimal geschützt ist.
Das Herzstück eines jeden Steigschutzsystems ist die Kombination aus einer fest montierten Führungsschiene und einem mitlaufenden Sicherungsläufer, auch Fallschutzläufer genannt. Die Schiene wird permanent an der Steigleiter befestigt und dient als Führung für den Läufer. Dieser wird am Auffanggurt des Nutzers eingehängt und gleitet bei normalen Bewegungen frei an der Schiene mit.
Im Falle eines Sturzes blockiert der Sicherungsläufer sofort und fängt die Person auf. Modelle wie der ZARGES Sicherungsläufer ZAST-OPTIFLEX oder der MUNK Sicherungsläufer sind für ihre robuste Bauweise aus Materialien wie V4A-Edelstahl oder seewasserbeständigem Aluminium bekannt. Diese Werkstoffe garantieren auch unter rauen Witterungsbedingungen eine zuverlässige Funktion und Korrosionsbeständigkeit. Die korrekte Schienenbefestigung ist dabei entscheidend für die Stabilität des gesamten Systems.
Um unbefugten Zutritt zu verhindern und den Einstiegspunkt klar zu definieren, sind Zugangssperren unerlässlich. Eine ZARGES Sicherungstüre für Steigleitern oder eine Hymer Zugangssperre stellen eine physische Barriere dar, die nur von autorisiertem Personal geöffnet werden kann. Alternativ bieten Sicherungsschranken wie die Modelle von ZARGES oder MUNK in Bügelform eine effektive Absperrung des Leiterbeginns.
Für einen sicheren und ergonomischen Übergang vom Boden auf die Leiter sorgen Einstiegshilfen. Diese verlängern die Leiterholme über die Einstiegsebene hinaus und geben dir einen sicheren Halt. Es gibt verschiedene Ausführungen, wie die MUNK Einstiegshilfe aus verzinktem Stahl, die doppelholmige Variante von ZARGES für maximale Stabilität oder ausziehbare Modelle von Hymer, die sich flexibel an die Gegebenheiten anpassen lassen. Aufsteckbare Varianten wie die ZARGES Einstiegshilfe für Holmprofile von 58 x 25 mm ermöglichen eine schnelle Montage.
| Produkt | Material | Befestigungsart | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| MUNK Einstiegshilfe Stahl verzinkt | Stahl, feuerverzinkt | Festmontage am Leiterholm | Hohe Korrosionsbeständigkeit, robust |
| ZARGES Einstieghilfe doppelholmig, Edelstahl verzinkt, | Edelstahl, verzinkt | Festmontage an beiden Holmen | Besonders hohe Stabilität durch Doppelholm-Konstruktion |
| Hymer Einstiegshilfe ausziehbar | Aluminium | Klemmbefestigung an den Holmen | Teleskopierbar für flexible Höhenanpassung |
| ZARGES Einstieghilfe aufsteckbar | Aluminium | Aufsteckvorrichtung für schnelle (De-)Montage | Ideal für temporäre Einsätze oder wechselnde Standorte |
Bei besonders langen Steigwegen sind regelmäßige Pausen nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Sicherheit. Einklappbare Ruhepodeste, wie das Modell von MUNK aus verzinktem Stahl, bieten eine sichere Standfläche zur Entlastung. Sie lassen sich bei Nichtgebrauch einfach einklappen, um den Steigweg nicht zu blockieren. Solche Plattformen sind eine wichtige Ergänzung für jeden Steigschutz an hohen Anlagen und Türmen, da sie Ermüdungserscheinungen vorbeugen und die Konzentration fördern.
In Deutschland ist gemäß den Vorschriften der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) an ortsfesten Steigleitern mit einer Absturzhöhe von mehr als 5 Metern ein Steigschutzsystem erforderlich. Bei besonderen Gefährdungen, wie beispielsweise in Schächten, kann diese Vorschrift bereits ab einer Höhe von 3 Metern gelten.
Steigschutzsysteme und die dazugehörige persönliche Schutzausrüstung (PSA) müssen mindestens einmal jährlich von einer sachkundigen Person auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden. Diese Prüfung muss dokumentiert werden. Vor jeder Benutzung ist zudem eine Sichtprüfung durch den Anwender durchzuführen.
Grundsätzlich sollten nur Komponenten vom selben Hersteller und aus derselben Systemfamilie verwendet werden. Die Bauteile wie Schiene, Sicherungsläufer und Befestigungen sind exakt aufeinander abgestimmt und zertifiziert. Eine Vermischung kann die Zulassung und die Schutzfunktion des Systems beeinträchtigen und ist daher nicht zu empfehlen.
Kennzeichnungsschilder sind wichtig, um Nutzer über die korrekte Verwendung des Steigschutzsystems zu informieren. Sie enthalten oft Piktogramme und Hinweise zur maximalen Personenzahl, zur erforderlichen PSA und zum Prüfdatum. Dies trägt maßgeblich zur Anwendersicherheit und zur Einhaltung der betrieblichen Sicherheitsvorschriften bei.