Übersicht: Alle Fördermittel für Handwerker (2018 & 2019)

Wer Fördermittel links liegen lässt, verschenkt bares Geld. Doch die meisten Handwerker haben weder Zeit noch Lust, im Dschungel der staatlichen Beihilfen die passenden Angebote für den eigenen Betrieb herauszusuchen und langwierig zu beantragen. Unterstützung bieten Handwerkskammer und weitere Institutionen. Ihre Berater kennen sich auf dem Gebiet der Fördermittel für Handwerker bestens aus und informieren Inhaber von Handwersbetrieben zu staatlichen Beihilfen und regionalen Maßnahmen. Der Unternehmer erhält so schnell einen Überblick über alle öffentlichen Programme, die er für Gründung, Expansion und Festigung seines Betriebs in Anspruch nehmen kann. Wir haben für Sie alle wichtigen Institutionen für Fördermittel aus dem Jahr 2018 und 2019 zusammengestellt.

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1. Welche Anlaufstellen gibt es?

Neben der Handwerkskammer ist auch die Hausbank ein wichtiger Partner des Handwerkers, wenn es um Fördermittel geht. Viele öffentliche Fördergelder lassen sich nur über ein Kreditinstitut beantragen. Dies gilt für KFW Fördermittel und die meisten regionalen Förderprogramme der Kommunen. Die Hausbank ist mit der Situation des Handwerksbetriebs oft seit Jahren vertraut und kann passende Förderprogramme  vorschlagen. Dagegen erfolgt die Beantragung von Mikrokrediten bis zu 25.000 Euro direkt über ein Mikrofinanzinstitut. Bei allen von Bund und Ländern installierten Maßnahmen zur Förderung für Selbstständige ist der Antragsweg vorgegeben. Öffentliche Fördermaßnahmen unterstützen Handwerker auch in der Unternehmensführung und bieten Programme zur Weiterbildung von Unternehmer und Personal an. Einige Beratungs- und Coaching-Angebote leiten den Unternehmer in der Interpretation der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen an oder helfen bei der Ausarbeitung eines strategischen Konzepts. Mit einem auf das Unternehmen zugeschnittenen Businessplan kann ein Handwerksbetrieb Risiken frühzeitig erkennen und Chancen zum Wachstum wahrnehmen.

2. Welche Förderungen für Handwerksunternehmen gibt es?

Beratung und Weiterbildung

Staatliche Zuschüsse für Coaching und Weiterbildung machen Unternehmer aus dem Handwerk in betriebswirtschaftlichen Belangen fit. In diesen Bereich fallen auch Beratungen zu den Themen Ausbildung, Export und Versicherungen. Steht der Neubau oder Ausbau der Betriebsstätte an, kann sich der Unternehmer zum energieeffizientem Bauen beraten lassen.

Existenzgründung und Betriebsübernahme

Aller Anfang ist schwer – auch im Handwerk. Erleichtert wird die Gründung oder Übernahme eines Handwerkbetriebs durch spezielle Darlehen und Beratungsangebote.

Finanzierung und Festigung

Die Expansion eines Handwerkbetriebs scheitert nicht selten aus finanziellen Gründen. Ein zinsgünstiges Darlehen mit langer Laufzeit kann die Liquidität entscheidend verbessern. Zur Bewältigung unternehmerischer Krisen gibt es Unterstützung zur Analyse der IST-Situation.

Bürgschaft

Einige Fördermittel für Handwerker sind mit einer Bürgschaft verknüpft oder stellen eine teilweise Ausfallsicherung dar. Die Programme schützen den Inhaber eines Handwerksbetriebs vor Ausfällen und Risiken, wie sie beim Export oder dem Konkurs eines Kunden auftreten können.

Wir haben für Sie eine Übersicht mit allen Förderprogrammen für Handwerker erstellt:

Förderprogramme Was wird gefördert? Wie wird gefördert? Wer wird gefördert?
Meistergründungsprämie/ Meisterbonus Gründung oder Übernahme Zuschuss des Bundeslandes Handwerker mit abgeschlossener Meisterfortbildung
Gründungszuschuss Sicherung des Lebensunterhalts Befristete Fortzahlung des Arbeitslosengeldes Bezieher von Arbeitslosengeld I (unter bestimmten Voraussetzungen)
ERP Regionalförderprogramm Investitionskosten und Betriebsmittel Antrag über ein Kreditinstitut Gründer und Übernehmer
Mein Mikrokredit Investitionen, Vorfinanzierung, Stabilisierung Stufenweise Kreditaufnahme Kleinunternehmer
WeGeBAU Qualifizierung des Personals Zuschuss zum Arbeitsentgelt Gering qualifizierte oder ältere Arbeitnehmer
Go-Digital Beratung im Bereich Online-Strategie Zuschuss zu den Beraterkosten Unternehmen unter 100 Beschäftigten
Go-Inno Beratung im Bereich Innovationen Innovationsgutschein Unternehmen unter 100 Beschäftigten
Handwerker Bürgschaftsprogramme Ausfallbürgschaften Antrag via Bürgschaftsbank oder HWK Handwerksbetriebe

3. Wie werden Fördermittel beantragt?

Für alle Fördermittel ist der Antragsweg festgelegt und beschrieben. Die meisten Anträge erfolgen über die Hausbank oder die Handwerkskammer. Bei der Ausstellung der nicht selten umfangreichen Antragsunterlagen erhält der Inhaber eines Handwerksbetriebs umfangreiche Unterstützung. Auch für die Anfertigung eines Businessplans stehen Hausbank und Handwerkskammer beratend zur Seite.

4. Glossar

Beihilfen
Als Beihilfen werden im EU-Recht wirtschaftliche Zuwendungen wie Subventionen und vergünstigte Darlehen.bezeichnet. Auch Fördermittel für Handwerker fallen in diese Kategorie.

Darlehen
Darlehen ist ein anderes Wort für Kredit, also ein Rückzahlungsvertrag zwischen einem Kreditgeber und einem Kreditnehmer.

ERP
Abkürzung für Enterprise-Resource-Planning. Ziel der Geschäftsressourcenplanung ist der effiziente und betriebswirtschaftlich zielführende Einsatz aller Mittel wie Material und Kapital.

KMU
Abkürzung für Kleine und mittlere Unternehmen. Handwerksbetriebe zählen in den meisten Fällen zu den KMU.

Subventionswert
Der reine monetäre Wert einer Subvention nach Steuern und sonstigen Abzügen.

Zuschuss
Zuschüsse für Unternehmen stellen eine teilweise Übernahme der Finanzierung dar. Fördermittel für Handwerker sind in vielen Fällen eine Bezuschussung.

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