Social Media für Handwerker. Marketing-Ratgeber #6

1. Social Media für Handwerker: Wie sinnvoll ist das?

Dass Unternehmen auf sozialen Medien wie Facebook, YouTube und Instagram anzutreffen sind, ist kein neues Phänomen. Mittlerweile finden selbst die sonst eher medienscheuen Handwerksunternehmen immer häufiger den Weg ins digitale Sozialleben. Ein Konto bei solchen Plattformen lohnt sich für Unternehmen aus vielen Gründen, der wichtigste: Social Media bietet eine unkomplizierte und kostenlose Möglichkeit, mit Kunden, potentiellen Kunden, Bewerbern und Geschäftspartnern zu kommunizieren. Dabei sind auf Social-Media-Kanälen längst nicht mehr nur die jüngere Generation unterwegs, sondern verschiedenste Personenkreise und Unternehmen.

Wenn Sie in sozialen Netzwerken präsent sind, erhöht sich zudem Ihre Sichtbarkeit im Netz allgemein. Lassen Sie diese Chance der Neukundenakquise, Kundenbindung und Image-Pflege nicht verstreichen. Seien Sie dort, wo Ihre Kunden sind.

1.1 Kommunikation mit Kunden

Der Kunde von heute ist ein informierter Kunde. Über die Google-Suche verschafft er sich in Minutenschnelle eine Übersicht über die Handwerksunternehmen seiner Region, ihre Dienstleistungen und Preise. Darüber hinaus steht ihm eine Fülle von Vergleichs- und Bewertungsportale zur Verfügung. Die Informationen, die der Kunde online findet, entscheiden im Wesentlichen darüber, welchem Unternehmen er einen Auftrag erteilt.

Mit einem Konto auf Facebook oder Instagram beeinflussen Sie diese Entscheidung aktiv. Hier können Sie mit Fotos und Videos für die Leistungen Ihres Unternehmens werben. Vor allem Facebook bietet zudem die beste Gelegenheit, auf Fragen und Kritik öffentlichkeitswirksam zu reagieren. Durch zügiges und konstruktives Antworten auf Nachrichten beweisen Sie allen, die mitlesen, Kundennähe, Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen. Halten Sie sich bei der Kommunikation auf Social Media an folgende Prinzipien:

Sachlich
Auf Social Media herrscht manchmal ein rauer Ton. Auch wenn es schwerfällt: Lassen Sie sich nicht anstecken, sondern bleiben Sie gelassen und sachlich. Beleidigungen, Unterstellungen oder Vorwürfe haben hier nichts zu suchen.

Schnell
Die Kommunikation auf Social Media lebt von der Schnelligkeit. Nachrichten sollten deshalb innerhalb weniger Stunden beantwortet werden. Das erzeugt den Eindruck von echter Interaktion.

Diskret
Achten Sie darauf, keine persönlichen Daten des Kunden preiszugeben. Details zu einem konkreten Auftrag sollten Sie über private Nachrichten oder in einem Telefonat besprechen.

Lösungsorientiert
Ob bei Fragen oder Kritik: Bieten Sie Lösungen an. Dadurch signalisieren Sie, dass Sie sich fachlich auskennen und Ihre Kunden ernst nehmen. Aufgebrachte Kritiker können Sie gegebenenfalls mit einem Gutschein besänftigen.

1.2. Kommunikation mit Bewerbern

Nutzen Sie die Möglichkeiten von Social Media, um mit Ihren Stellenanzeigen junge Menschen zu erreichen. Früher war es Gang und Gäbe, im Anzeigenteil von Zeitungen offene Stellen und Ausbildungsplätze zu bewerben. Ihre Zielgruppe, junge Schulabsolventen, erreichen Sie dort jedoch nicht mehr. In sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram haben Sie die Chance, mit Ihren Anzeigen die relevante Zielgruppe zu erreichen.

Darüber hinaus können Sie sich in Posts für Bewerber interessant machen: Zeigen Sie Ihr Team von seiner sympathischsten Seite und machen Sie spannende Projekte publik. So machen Sie Lust aufs Bewerben.

1.3. Lohnt sich Social Media für mich?

Ob es sich für Ihr Unternehmen lohnt auf Social Media präsent zu sein, entscheiden Sie am besten selbst. Social Media bietet viele Vorteile, macht aber auch Arbeit. Um das Potential der sozialen Netzwerke auszuschöpfen, ist eine gewisse Aktivität notwendig, die Personal- und Zeitressourcen erfordert. Ein Unternehmen sollte bereit sein, mehrmals am Tag auf Nachrichten zu antworten. Das Veröffentlichen von Beiträgen (Posts) sollte ebenfalls regelmäßig erfolgen, im Idealfall mindestens einmal pro Woche. Das Posten nimmt zwar nur wenig Zeit in Anspruch, jedoch muss das Anfertigen von Bild- oder Videomaterial bei der alltäglichen Arbeit stets im Hinterkopf behalten werden. Ein Vorteil ist, dass Social-Media-Aktivität mit gar keinen oder nur geringen Kosten verbunden ist. Für kleine Handwerksbetriebe, denen nur wenig Geld für Marketing zur Verfügung steht, sind Kanäle wie Facebook und Instagram daher besonders spannend.

Welche Netzwerke kommen infrage?

  • Facebook: Das soziale Netzwerk bietet viele Funktionen: Online-Inhalte wie Links, Fotos, Videos können hier geteilt, kommentiert und bewertet („gelikt“) werden. Nutzer tauschen sich in sogenannten Gruppen aus. Zudem gibt es unter anderem einen Veranstaltungskalender, eine Chat-Funktion und Online-Marktplätze. Zu Facebook gehören der Instant-Massaging-Dienst WhatsApp und Instagram.

  • Instagram: Der Onlinedienst dient dem Veröffentlichen, Teilen und Kommentieren von Fotos und Videos. Nutzer können einander „folgen“ und über die Chat-Funktion in Kontakt treten.

  • YouTube: Auf der Plattform können Videos veröffentlicht, bewertet und kommentiert werden. Um YouTube zu verwenden, benötigen Sie ein Google-Konto.

  • Xing/LinkedIn: Beide Netzwerke sind vorrangig für das Knüpfen und Verwalten beruflicher Kontakte konzipiert. Viele Unternehmen nutzen Xing und LinkedIn, um geeignete Bewerber zu finden und anzuschreiben. Während Xing seinen Sitz in Deutschland hat, ist LinkedIn ein US-amerikanisches Unternehmen.

Wir empfehlen: Wenn kontinuierlicher Personal- und Zeitmangel den Unternehmensalltag prägt, sollten Sie sich auf einen Kanal konzentrieren, statt mehrere verwaiste Kanäle zu unterhalten.

2. Inspiration: Social-Media-Ideen für Handwerksbestriebe

Kontinuierlich interessante Inhalte für seine Social-Media-Kanäle zu entwickeln, ist gar nicht so einfach. Wir haben ein paar Ideen zusammengetragen. Am besten funktioniert es, wenn Sie immer drei bis vier Beiträge im Voraus planen. Für die folgenden Themen haben wir Ihnen einige Beispiele zur Veranschaulichung angehängt.

Arbeitsreferenzen

Zeigen Sie Ihren Followern, was Sie können und welche Probleme Sie lösen. Schießen Sie Fotos von besonders gelungenen oder außergewöhnlichen Projekten. Die Resultate sind dabei genauso interessant wie der Prozess dorthin. Potentielle Kunden und Bewerber schauen gern hinter die Kulissen Ihres Unternehmens.

Teilen Sie Bilder von Arbeitsergebnisse über die Sozialen Netzwerke

Ratgeber

Kostenlose Ratschläge von Profis nimmt jeder gern an und stärkt die Kundenbindung. Zum Beispiel könnten Dachdecker erklären, wie man Dachrinnen reinigt, oder ein Malerbetrieb über die Beseitigung von Schimmelschäden informieren. Ratgeber und Werbung kombinieren Sie clever, indem Sie darauf hinweisen, dass Ihr Handwerksbetrieb die erklärten Tätigkeiten fachgerecht und zügig durchführt.

In Ratgebern geben Sie Tipps und heben Ihre Expertise hervor

Neuigkeiten vom Unternehmen

In Ihrem Unternehmen tut sich was? Lassen Sie Ihre Follower daran teilhaben. Schreiben Sie beispielsweise einen Post, wenn Ihr Team wächst, Sie eine neue Maschine oder eine neue Technik einsetzen, Sie eine Auszeichnung erhalten haben, Ihr Fuhrpark oder Ihre Niederlassung wächst oder es offene Stellen gibt.

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Weitere Ideen (Gewinnspiele, Umfragen, Rätsel)

Es gibt viele weitere Anlässe, die Handwerker für ihre Social-Media-Aktivität nutzen können. Wünschen Sie Ihren Followern doch frohe Ostern, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Auch Unternehmensjubiläen, wenn Sie auf Messen vertreten sind oder eine Rabattaktion durchführen, können Sie auf Facebook oder Instagram darüber informieren. So sorgen Sie für eine starke Kundenbindung.

Gewinnspiele tragen zur Kundenbindung bei

2.1. Woraus besteht ein Social-Media-Beitrag?

Ein Beitrag in einem Social-Media-Kanal besteht immer aus drei Elementen:

1. Bild oder Video
Zentral bei einem Social-Media-Beitrag ist das verwendete Bild- bzw. Bewegtbildmaterial.

2. Text
Schreiben Sie einen kurzen Text zum Bild: Welche Aussage wollen Sie transportieren? Zu welcher Handlung wollen Sie die Leser motivieren? Der Text sollte vier Zeilen nicht überschreiten. Je länger der Text, desto unwahrscheinlicher, dass er gelesen wird.

3. Link
Sie sollten Social Media dazu nutzen, mehr Personen auf Ihre Unternehmensseite zu locken. Fügen Sie den Beiträgen deshalb einen Link zu Ihrer Webseite ein.

Die drei Elemente eines Social-Media-Beitrags. Ein Bild, ein Text und ein Link

3. Werbung auf Facebook und Instagram: preiswert und wirkungsvoll

Die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram eröffnen Unternehmen zudem die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Mit Ihnen lassen sich bestimmte Personengruppen gezielt erreichen, zum Beispiel Eigenheimbesitzer im Raum Kassel oder männliche Jugendliche bis 18 Jahren. Auf diese Weise können Sie bei der genau richtigen Zielgruppe auf Ihre Dienstleistungen aufmerksam machen und sich neue Kunden oder Bewerber erschließen. Versuchen Sie es doch mal mit einer Anzeige, um freie Ausbildungsplätze in Ihrem Unternehmen zu bewerben. Sie erreichen die relevante Zielgruppe.

In Facebook können Sie gezielt mit „gesponsorten Beiträgen“ Ihre Kundengruppe erreichen

4. Handwerker, die ihr Berufsleben auf den sozialen Netzwerken teilen:

Felix Schröder auf Instagram: https://www.instagram.com/gipserfelix

Jessica Jörges auf Instagram: https://www.instagram.com/buntezukunft

Marco Weiß auf Instagramhttps://www.instagram.com/dachdeckerweiss

Daniel Haßheider auf Instagram: https://www.instagram.com/dockzwo

Die Brüder Neumann auf Facebook: https://www.facebook.com/GebruederNeumann

 

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