Ordentliche Werkstatt in drei Schritten

25. April 2018

In unserem Ratgeber verraten wir dir, wie du mit System Ordnung und Effizienz in deine betriebliche oder private Werkstatt bringst.
Viele Arbeitsplätze, ob im Betrieb oder zu Hause, sind ohne Konzept gewachsen. Ihre Benutzer investieren viel Zeit und Nerven für die Suche von Werkzeug und Material. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Organisation deiner Werkstatt ankommt.

1. Analysieren und Planen

Führe dir die eigenen Bedürfnisse klar vor Augen. Dazu stellst du dir am besten die folgenden Fragen:

Was habe ich?

Mache eine Inventur der Sachen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Sortiere doppelte oder defekte Dinge und nicht mehr benötigte Materialien aus. Im Endeffekt gilt: Alles, was du nicht brauchst, erhöht deinen Platzbedarf und verringert die Übersicht.

Was brauche ich wie oft?

Was brauche ich wie oft? Auch in einer KFZ-Werkstatt findet sich mal ein Holzbohrer, wird aber wahrscheinlich selten benutzt. Werkzeuge und Materialien, die du häufig brauchst, sollen ohne Umwege erreichbar sein. Ordne die Dinge in deiner Werkstatt mental in verschiedene Kategorien: Was benutzt du ständig, was verwendest du seltener?

Wo benötige ich was?

Im dritten Schritt überlegst du, wo du dich in deiner Werkstatt am meisten aufhältst. Arbeitest du eher an der Werkbank oder mitten im Raum, zum Beispiel am Auto? Gibt es Dinge, die du immer nur in einer Ecke der Werkstatt verwendest?
Die Antwort auf die zusammenfassende Frage „Was benötige ich wo wie oft?“ ermöglicht es dir nun, einen Plan für deine Werkstatt zu erstellen.

2. Umsetzen

Du weißt jetzt, wie viel Platz du benötigst und was du wo unterbringen möchtest. Nun kannst du dich daran machen, nach Möglichkeiten zur Umsetzung zu suchen. Wir stellen einige bewährte Lösungen vor:

Lochwand

Hinter der Werkbank angebracht, lassen sich an einer Lochwand mit den entsprechenden Haken viele Werkzeuge auf sehr kleinem Raum übersichtlich unterbringen. Tipp: Markiere auf der Wand die Umrisse der Werkzeuge. So fällt sofort auf, ob und was nicht an seinem Platz ist.

Werkstattwagen

Arbeitest du oft in der Mitte des Raumes, bietet ein Werkzeugwagen einen Weg, deine wichtigsten Utensilien griffbereit zu haben. Weichschaumeinlagen mit Aussparungen für alle Werkzeuge helfen, den Überblick zu behalten.

Schubladenmagazine

Besonders wenn du viele Schrauben und Kleinteile aufbewahren möchten, bieten Magazine mit transparenten Schubladen eine hervorragende Aufbewahrungsmöglichkeit. Auf einen Blick findest du das richtige Teil und sparst dir das Durchsuchen zahlreicher Kästen.

Systainer


Professionelle Elektrowerkzeuge sind nicht billig. Dementsprechend sorgsam solltest du mit ihnen umgehen. Bewahre deine Maschinen in Systainern auf. Die stabilen Kunststoffkoffer sind leicht stapelbar und schützen die Geräte vor Staub und Stößen.

3. Dranbleiben

Auch die ordentlichste Werkstatt versinkt in kürzester Zeit im Chaos, wenn die Benutzer nicht am Ball bleiben. Deswegen bist zuletzt du gefragt: Nach jedem Arbeitstag gehört alles wieder an seinen festen Platz. Unnütze Dinge gehören regelmäßig aussortiert. Regelmäßig sollte der Boden gereinigt werden. Am Anfang kann das Disziplin kosten, wenn du dran bleibst wird es zur Routine.

Isabelle

Handwerkern auf die Finger und über die Schulter schauen: Ich interessiere mich vor allem für spannende Geschichten aus der Praxis.

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