Anpacken für einen neuen Chillraum

5. Mai 2015

Ein Jahr Contorion! Dies war für uns Anlass genug, um uns mit einer ganz besonderen Aktion für unseren Bezirk in Berlin-Mitte zu engagieren. Die Idee: Mit Material und tatkräftigem Einsatz wollten wir an einer Berliner Oberschule gemeinsam mit Schülern renovieren, reparieren, bauen und verschönern und ganz nebenbei die Schüler für handwerkliche Tätigkeiten begeistern.

Die Planung: ein neuer Chillraum für die Schüler

Josef Widerski, Schulleiter an der Hedwig-Dohm-Oberschule in Moabit, war bei unserer Anfrage sofort begeistert. Für die Schüler sei es toll zu erleben, wie innerhalb von kürzester Zeit bei so einer Aktion etwas auf die Beine gestellt werden könne. Auch bei Lehrkräften und Schülern stieß die Aktion auf Gegenliebe. Ein Drittel aller Schüler der 7. Klassen meldete sich zum freiwilligen Anpacken.

Gemeinsam mit Lehrern und Schülern schmiedeten wir Pläne. Ein geeignetes Projekt war schnell gefunden: Der Chillraum, den die Schüler in ihren freien Stunden zur Entspannung nutzen, sollte renoviert und jugendgerecht gestaltet werden.

Die Umsetzung: frische Farben, ein neues Sofa und mehr

Knapp zwei Tage lang haben die 20 Schülerinnen und Schüler mit uns gemalt, gebohrt, gehämmert und geklebt. „Ich war überrascht, wie motiviert und konzentriert die Schüler an konkreten Aufgaben gearbeitet haben,“ freute sich Geschäftsführer Tobias Tschötsch. Es zeigte sich: Viele der Schüler waren auch handwerklich schon sehr fit.
Mit einem freundlichen Gelb und einem entspannten Türkis verwandelten wir den Raum innerhalb von kürzester Zeit in eine gemütliche Chilloase. Vor allem die sonnige Wandfarbe sorgte bei Lehrern und Schülern für Begeisterung. Besonders beliebt war auch die Gestaltung eines Graffitis an den frisch gestrichenen Wänden. Unser Grafikdesigner Simon Thomaschke zeigte den Schülern, worauf es beim Sprayen ankommt.

Aus Europaletten und Plexiglas entstand das neue gemütliche Sofa für den Chillraum. Nach dem gründlichen Abschleifen der Palletten, bei dem die Schüler den Umgang mit Schleifmaschinen erlernten, folgten die Verschraubung der Paletten, das Anbringen von Plexiglas und die abschließende Verschönerung mit Polstern und Lichterketten.
Wer bisher im Chillraum saß, konnte in den großen Pausen von allen anderen beobachtet werden. Jetzt zieren Ornamente, Dreiecke und Figuren aus Milchglasfolie die Scheiben. So sind die Schüler vor den neugierigen Blicken ihrer Mitschüler geschützt.

Chillen geht mit Musik auf jeden Fall besser, fanden wir. Daher spendierten wir der Schule eine Musikanlage und bauten sie sicher verschlossen in ein Treppenregal ein. Der Vorteil: So gibt es künftig keinen Ärger bei der Musikauswahl. Zu guter Letzt haben wir für künftige Kicker-Duelle den schuleigenen Kicker auf Vordermann gebracht und die kaputten Spielfiguren durch neue, moderne Figuren ersetzt.

Unser Fazit: eine tolle Aktion, die ankommt

Richard Schwenke, Geschäftsführer bei Contorion, sieht die Aktion als absolute Win-win-Situation für alle Beteiligten – für die Schüler, für die Schule aber auch für das Contorion-Team. Für Schulsozialarbeiterin Anja Krause ist vor allem die Möglichkeit für die Schüler spannend, soziale Kompetenzen im Umgang mit Personen von außerhalb zu erlernen.
Geschäftsführer Frederick Roehder betont noch einen weiteren wichtigen Aspekt: „Mit einer solchen Aktion können Schüler langfristig für das Handwerk begeistert werden.“ Auch wenn viele der teilnehmenden Schüler zunächst andere Berufswünsche im Blick haben, schlossen sie nicht aus, später vielleicht doch einen Handwerksberuf zu ergreifen.

Für die Schüler war die Aktion in jedem Fall eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag und erlebbarer als die sonst eher abstrakte Denkarbeit. Hassan und David aus der 7. Klasse waren sich da einig. Im Unterricht säßen sie nur, bei der Aktion hätten sie jedoch etwas bewegt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Schülern, die uns tatkräftig unterstützt haben, bei allen Lehrkräften, die sich bewundernswert engagiert haben und beim Schulleiter der Hedwig-Dohm-Oberschule, der die ganze Aktion ermöglicht hat!

HAND-DRAUF-Redaktion

Von Werkzeug bis Unternehmensführung: Mit unseren Ratgebern wollen wir Handwerkern Antworten auf viele Fragen geben.

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