Das Dübel-Einmaleins

14. Juli 2021

Welcher Dübel ist der richtige für mein Material? Gute Frage, denn jeder Baustoff benötigt ein anderes passendes Befestigungsmittel. Hier erfährst du mehr zu den wichtigsten Dübel-Arten, die du online finden kannst, worauf du bei der Auswahl allgemein achten solltest – und auch, wie du deine Dübel fachgerecht montierst.

Gipskartondübel, Hohlraumdübel, Nageldübel, Dämmstoffdübel, und und und: Zugegeben, als Anwender hast du es nicht unbedingt immer leicht, direkt den passenden Dübel unter all den möglichen Varianten zu finden. Mit immer neuen Baustoffen wird auch das Angebot für spezielle Dübel Jahr um Jahr größer, online wie auch im Ladengeschäft. Da ist es schon gut, ein paar Grundlagen vor Arbeitsbeginn zu kennen …

 

Welcher Dübel gehört in welches Material?

Eines solltest du von Grund auf bedenken: Jeder Dübel ist nur so gut wie die Last, die er aushalten kann. Denn genau danach solltest du zuallererst entscheiden, bevor du Hals über Kopf unseren Online-Shop durchstöberst. Frage dich: Möchte ich ein schwer beladenes Regal befestigen oder nur ein paar federleichte Metallstangen? Denn: Ist die Last eher gering, sind die Ansprüche es in der Regel auch. Dann dürfte ein einfacher Dübel, auch Universaldübel genannt, die klassisch günstigste und ausreichende Dübel-Variante für dich sein.

 

Universaldübel – die Allzweckwaffe

Wenn umgangssprachlich vom Dübel gesprochen wird, meint man also in der Regel Universaldübel. Ihr Wirkprinzip ist simpel wie genial: Die eingedrehte Schraube spreizt die Dübel-Kunststoffhülle, sodass dieser sich im Bohrloch fest verankert. Solche einfache Dübel aus Kunststoff sind für unterschiedliche Baustoffe geeignet, in einem Hohlraum verankern sie sich durch Verknoten.

 

Spezialdübel – für den Einzelfall

Wir haben dir eine kleine Übersicht zusammengestellt, in der du je nach Material dir die passenden Dübel fachgerecht online im Contorion-Shop zusammensuchen kannst. Die Profi-Tipps der Tabelle erklären dir in Kürze, warum du im Idealfall ausgerechnet zu diesem Dübel greifen solltest:

 

Material Profi-Tipp Mögliche andere Lösung
Gipskarton, Trockenbauwände, Hohlräume

Hohlraumdübel

 

Ein Hohlraumdübel mit Metallprofil verschafft dir beim Befestigen an Wänden und Decken einen entscheidenden Vorteil: Er hält großen Kräften und damit auch einer hohen Belastung stand. Wie das geht? Ziehst du die Schraube an, zieht sich der Dübel hinter der Platte von selbst zusammen. So entsteht eine hohe Auflagefläche der Spreizarme hinter der Platte.

 

Unsere Online-Empfehlung: der Fischer Hohlraum-Metalldübel HM   mit einer Dicke von 3-50 mm und metrischem Innengewinde.

Gipskartondübel

 

Durch ihr selbstschneidendes Gewinde erreichst du auch mit einem speziellen Gipskartondübel recht gut eine Montage von Hand. Da diese Dübel recht kurz sind, kannst du auch bei beengten Verhältnissen dein Werkstück vergleichsweise leicht befestigen. Durch ihre kompakte Bauweise sind Gipskartondübel wahrlich ideal bei wenig Platz.

Hohlblocksteine / Lochsteinmauerwerk

Injektionsmörtel / Chemische Dübel

 

Ein extrem hohes Lastniveau im Lochsteinmauerwerk und in Hohlblocksteinen gelingt dir auf chemischem Wege. Das geht so: Der Mörtel breitet sich in den Hohlräumen der Steine aus und verankert so die Gewindestange im Bohrloch.

 

Unsere Online-Empfehlung: der zweikomponentige Injektionsmörtel UPM 33 auf Basis von Vinylester.

Langschaftdübel

 

Falls du keine chemischen Dübel hast, geht auch ein längerer Dübel aus Kunststoff. Dieser verknotet und verspreizt sich im Lochstein hinter dem Steinsteg und findet dadurch starken Halt.

Porenbeton /
Gasbeton

Injektionsmörtel / Chemische Dübel

 

Der chemische Dübel ermöglicht dir auch in Porenbeton beste Tragwerte. Bedeutet: Sehr hohe Belastungen kommen  bei konisch hinterschnittenen Bohrlöchern zustande.

 

Online-Empfehlung: der Fischer Hochleistungsmörtel FIS V 300 T für Arbeiten im Innen- und Außenbereich.

Langschaftdübel

 

Günstig und einfach, jedoch bei weitem nicht so belastbar wie ein Injektionsmörtel oder chemischer Dübel ist auch hier der Dübel aus Kunststoff. Ein schlichter Langschaftdübel spreizt also auch flächig im Porenbeton und gibt so Halt.

Beton

Betonschraube

 

Ein Dübel ist eine Schraube speziell für Beton natürlich nicht. In vielen Fällen stellt sie jedoch die attraktivste Befestigungslösung im Beton dar: Dafür schraubst du sie direkt ins Betonloch. So schneidet sie mit ihrem Gewinde ins harte Material. Der Vorteil: Das geht schnell und die Schraube kannst du im Notfall rasch wieder demontieren.

 

Unsere Online-Empfehlung: Die Heco Multi-Monti MMSplus Betonschraube mit Sechskantkopf, erhältlich in zahlreichen Gewindelängen und Durchmessern.

Bolzenanker

 

In vielen Fällen ist der Bolzenanker weiterhin die Standardlösung zur Befestigung von schweren Lasten an Beton.

 

Im Online-Shop von Contorion findest du eine breite Auswahl von Herstellern wie Fischer, Upat oder CELO.

 

So montierst du Dübel wie ein Profi

Jetzt weißt du schon einmal, welche speziellen Dübel du aus dem Online-Shop brauchst, um dein Vorhaben fachgerecht umzusetzen. Doch das ist nicht alles, was du vor Montagebeginn mit deinem Dübel zwingend wissen musst. Im Genauen meinen wir hier zwei Dinge, die du auf dem Schirm haben solltest …

  1. Reinige vorher unbedingt das Bohrloch

Sauberkeit geht vor: Einer der häufigsten Dübel-Fehler ist ein nachlässiges Reinigen des Bohrlochs. Der Grund: Durch den Staub im Bohrloch haben die Dübel keinen ausreichenden Halt. Schlimmstenfalls gibt die Befestigung ganz nach und es kommt zu schlimmen Unfällen. Und das kann ja keiner wollen. Daher gilt: Klarheit schaffen, bevor der Bohrer brummt!

  1. Bestimme die notwendige Bohrlochtiefe

Für die richtige Bohrlochtiefe gibt es eine einfache Regel: Sie muss größer sein als die Verankerungstiefe vom Dübel. Hierzu gibt es wirklich nur sehr wenige Ausnahmen, weshalb du dich gut an diesen Grundsatz halten kannst. Kennst du die genaue Tiefe des Bohrlochs, hat das einen wichtigen Vorteil: So bleibt der Schraube genügend Platz, um über die Dübel-Spitze hinauszuragen – und das garantiert die Funktionssicherheit.

 

Dübel einsetzen: Die drei Montagearten im Überblick

Eines kannst du dir an dieser Stelle schon merken: Es gibt nur drei Verfahren zum Montieren eines Dübels. Wir erklären sie hier kurz. Sie heißen: Vorsteck-, Durchsteck- und Abstandsmontage. Je nach Dübel-Art eignet sich eine von ihnen im Einzelfall am besten. Welche das ist? Steht immer auf der Verpackung des Dübels selbst. Also: Schau dort einfach mal nach.

Die Vorsteckmontage: mit bündig abschließendem Dübel

Bei dieser ersten Methode überträgst du zunächst die Lochabstände des Montageteils exakt auf den Baustoff. Danach bohrst du die Löcher. Hast du dein Bohrloch gründlich gereinigt, setzt du den Dübel fest ein.

Wichtig: Er muss bündig mit der Oberfläche des Baustoffs abschließen. Das Montageteil setzt du abschließend auf den Dübel und fixierst diesen mit einer Schraube. Achte darauf, genau vorzugehen, wenn du die Durchgangslöcher abmisst und wenn du die komplette Konstruktion anbaust. Hier zählt jeder Millimeter.

 

Die Durchsteckmontage: mit außen liegendem Dübelkopf

Bei dieser Methode positionierst du das zu befestigende Element an der dafür vorgesehenen Stelle. Anschließend bohrst du das Loch des Dübels direkt durch die Löcher des Montageteils in den Baustoff. Reinige das Bohrloch, wie immer, und montiere erst jetzt deinen Dübel durch das Montageteile im Baustoff. Der Unterschied zu den anderen Montagemethoden: Hier muss der Kopf vom Dübel am Anbauteil außen anliegen. Das Verfahren eignet sich besonders für die Serienmontage.

 

Die Abstandsmontage: mit freiem Luftraum zwischen Materialien

Eine dritte Möglichkeit stellt die sogenannte Abstandsmontage dar. Hierbei fixierst du das zu montierende Bauteil in einem bestimmten Abstand zur Baustoffoberfläche druck- und zugfest. Ideal ist das zum Befestigen von Dübeln aus Metall mit metrischem Innengewinde zur Aufnahme von Gewindestangen mit Kontermutter.

Ein weiteres Beispiel? Die Abstandsmontage wird gern auch bei der Fassadendämmung angewendet, bei der ergänzend zum Dämmstoff ein Luftraum freigehalten werden muss. Ebenso kommt die Methode auch bei ungeraden Untergründen häufig zum Einsatz.

 

Im besten Falle ein Team: Bohrloch, Dübel & Schraube

Ganz gleich, ob du nun einen Gipskartondübel, Nageldübel oder einen völlig anderen Dübel suchst: In unserem Online-Shop halten wir für dich eine erstklassige Auswahl an Dübel- und Befestigungsmaterialien von Marken wie CELO, Festool, Eibenstock und vielen mehr bereit.

Bedenke dabei auch: Bohrloch, Dübel und Schraube sollten stets eine aufeinander abgestimmte Einheit bilden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn du die einzelnen Elemente online bestellst; weil du diese in der Regel nicht vorher live anschauen kannst. Nur wenn du darauf achtest, ist eine sichere Befestigung sichergestellt.

Gut zum Merken: Der Durchmesser der Schraube sollte regulär 1 bis 2 mm kleiner als der Dübel sein. Und bei einem porösen Untergrund ist das Bohrloch 1 mm kleiner zu wählen. Die wichtigsten Angaben zum Dübel und der ordentlichen Befestigung stehen auf jeden Fall immer auf der Anleitung. Hast du weitere Fragen zum Thema? Unsere Experten sind gern für dich da!

HAND-DRAUF-Redaktion

Von Werkzeug bis Unternehmensführung: Mit unseren Ratgebern wollen wir Handwerkern Antworten auf viele Fragen geben.

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