Christopher Köb ist Produktmanager bei Contorion. Im Interview erzählt er über seine Arbeit und zukünftige Funktionen des Onlineshops.

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Christopher Köb, Produktmanager bei Contorion

Was macht eigentlich ein Produktmanager bei Contorion?

Christopher: Ein Produktmanager kümmert sich um die Weiterentwicklung und Verbesserung unseres Produkts. Damit ist allerdings nicht unser Sortiment gemeint. Unter Produkt verstehen wir die Website und den Online-Shop an sich. Wir arbeiten mit allen Abteilungen zusammen, sammeln Ideen und versuchen unsere Website ständig zu verbessern und neue Funktionen zu entwerfen.

Aufgabe der Produktmanager ist es, Aufwand und Nutzen von Ideen einzuschätzen und abzuwägen. Die vielversprechendsten Projekte werden dann von unseren Entwicklern umgesetzt, wobei die Produktmanager weiterhin für die Planung und Koordination zuständig sind. Wenn also mal ein neues Feature in unserem Onlineshop auftaucht, wie zum Beispiel der Merkzettel Ende letzten Jahres, hat es diesen Prozess vorher durchlaufen.

Was ist das Ziel deiner Arbeit?

C: Ganz einfach gesagt: Contorion für unsere Kunden einfacher und besser zu machen. Alles, was wir unternehmen, zielt darauf ab, das bestmögliche Einkaufserlebnis für Handwerks- und Industriebetriebe zu schaffen.
Wir stellen uns die Frage: warum kaufen viele ihre Kleidung bei Zalando aber das Werkzeug immer noch bei einem Vertreter? Einige unserer Mitbewerber glauben, dass der Verkauf von Handwerks- und Industriebedarf über das Internet zu aufwendig und kompliziert ist. Damit unterschätzen sie aber unsere Kunden. Selbstverständlich haben Handwerksbetriebe komplexere Anforderungen an den Einkaufsprozess als Privatkunden. Wir begreifen diese Dinge jedoch als technologische Herausforderung und nicht als Grund, es nicht zu tun.

Woher wisst ihr, was die Kunden möchten?

C: Für uns ist es extrem wichtig, unsere Kunden und ihre Bedürfnisse zu kennen und zu verstehen. Dabei sind manche Anforderungen selbstverständlich: Jeder wünscht sich zum Beispiel schnelle Lieferzeiten. Für andere Dinge versuchen wir Input direkt von unseren Kunden zu bekommen. Unsere Firmenkundenbetreuer und der Kundenservice stehen mit ihnen im regen Austausch und geben uns regelmäßig ihre Wünsche weiter.

Neben den Wünschen unserer Kunden versuchen wir auch ihr Nutzungsverhalten im Onlineshop zu verstehen. Dafür verwenden wir einerseits Analyse-Software, um die Probleme der Nutzer in unserem Onlineshop zu erkennen und beispielsweise die Übersichtlichkeit in der Navigation zu verbessern. Andererseits lassen wir regelmäßig Kunden in unserem Profi Store in Berlin neue Funktionen austesten. Dieser persönliche Austausch mit den Kunden vor Ort ist für uns enorm wichtig. Hier erfahren wir unmittelbar, was für die Nutzer verständlich und nützlich ist.

Woran arbeitet ihr gerade?

C: Ein großes und langfristiges Projekt für uns ist die Erweiterung des Kundenkontos für Geschäftskunden. Seit einiger Zeit haben unsere Kunden bereits die Möglichkeit, ein Konto mit mehreren Mitarbeitern zu nutzen. Das erleichtert zum Beispiel die Koordination für Betriebe, die auf mehreren Baustellen gleichzeitig aktiv sind.

Der Chef kann stets nachverfolgen, was von wem bestellt wurde. In Zukunft können die Berechtigungen der einzelnen Mitarbeiter noch differenzierter eingestellt werden, sodass Budgetgrenzen definierbar sind. Außerdem kann konfiguriert werden, an welchen Nutzer welche Benachrichtigungen verschickt werden sollen. So können Rechnungen direkt an die Buchhaltung gehen, während der Werkstattleiter über den Versand informiert wird.

Eine ständige Herausforderung ist es für uns, die Auffindbarkeit unserer Produkte weiter zu verbessern. Wir führen über 150.000 Artikel von über 400 Marken. Dem Kunden immer nur die für ihn relevanten Produkte anzuzeigen, ist nicht einfach. Ein weiteres Feature, auf das sich unsere Kunden freuen können, ist ein Produktfinder für z. B. Schleifscheiben. In wenigen Schritten wird man hier gezielt immer zur richtigen Schleifscheibe für die richtige Maschine geführt.