Guter Onlineshop: So erkennst du ihn

3. November 2015

Nicht hinter jedem Onlineshop steckt ein seriöser Anbieter. Beim Einkauf im Internet solltest du daher auf ein paar wichtige Qualitätskriterien achten. Damit du die Vorteile des Online-Einkaufs für dich nutzen kannst, zeigen wir dir, woran du gute Onlineshops erkennst.

Fünf Kriterien guter Onlineshops

1. Gütesiegel als Qualitätskriterium

Gütesiegel stehen für geprüfte Sicherheit, Qualität und hohe Nutzerfreundlichkeit. Dir als Kunde zeigen sie, dass du diesem Onlineshop vertrauen können. Gütesiegel werden nach bestimmten Kriterien vergeben, die regelmäßig überprüft werden. Andere wiederum orientieren sie sich an unabhängigen Käuferbewertungen.

Empfehlenswerte Gütesiegel

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Trusted Shops, ekomi und das Siegel des TÜV Süd zählen zu den bekanntesten Gütesiegeln. Im Falle von Trusted Shops wird das Logo nur an Onlineshops mit hoher Qualität und besonders gutem Service vergeben. Bei der Vergabe werden Datenschutz, Preistransparenz, Kundenservice, Zahlungskonditionen, Lieferbedingungen und Retourenabwicklung geprüft.

Trusted Shops bietet einen zusätzlichen Käuferschutz, der sicherstellt, dass bei Nicht-Lieferung oder Nicht-Erstattung der Kunde sein Geld zurückerstattet bekommt. Zudem ist es wichtig, Erfahrungen von Kunden auf der Homepage zu veröffentlichen.

2. Serviceangebot im Onlineshop

Zahlungsarten
Hat der Kunde die Wahl zwischen verschiedenen Zahlungsarten? Gute Onlineshops bieten den Kunden ein breites Angebot an Zahlungsmöglichkeiten an, so dass jeder mit seiner bevorzugten Zahlart bezahlen kann. Bei der Zahlungsart Vorkasse solltest du darauf achten, dass der Kauf durch ein Rückgaberecht abgesichert ist, da die Überweisung nicht rückgängig gemacht werden kann.

Persönliche Beratung
Ob bei Fragen zu den Bestellkonditionen, zum Lieferstatus oder bei der Produktauswahl: Manchmal bleiben wichtige Fragen offen, die man als Kunde gern geklärt haben möchte. Gute Onlineshops bieten neben der Möglichkeit einer E-Mail-Anfrage weitere Serviceangebote wie beispielsweise die Fachberatung am Kundentelefon an. Wichtig sind dabei neben der guten Erreichbarkeit eine schnelle Rückmeldung und eine unkomplizierte Beantwortung von Anfragen.

3. Sichere Datenübertragung

Nicht nur bei Banken sind sichere Internetverbindungen ein absolutes Muss. Damit sensible Daten wie beispielsweise Kreditkarten-Nummern nicht in falsche Hände geraten können, achte bei Onlineshops auf eine verschlüsselte Datenübertragung, z. B. per SSL/TSL.

Ob Shops ein solches Verfahren anwenden, kannst du unter anderem an dem Schloss-Symbol links neben der Adressangabe erkennen (bei den Browsern Chrome und Firefox). Darüber hinaus weist die https-Angabe in der URL eindeutig auf die Verschlüsselung hin. Https steht für den englischen Begriff „Hypertext Transfer Protocol Secure“. Ist es vorhanden, kannst du von einer gesicherten Datenübertragung ausgehen.

4. Nutzerfreundliche AGB und Datenschutz

AGB
ABG sollten nicht nur leicht verständlich und konkret formuliert sein – sie müssen darüber hinaus Angaben zu den Liefer-, Versand- und Zahlungsbedingungen, zu Bestell- und Rückgabekonditionen, eine Widerrufsbelehrung sowie die Kontaktinformationen enthalten.

Lies die AGB vor einer Bestellung in jedem Fall gründlich durch und achte auf die Formulierungen. Steht in den AGB beispielsweise, dass Kunden die Verantwortung für die ordnungsgemäße Lieferung der Waren übernehmen müssen, solltest du unbedingt die Finger davon lassen. Eine solche Angabe ist schlichtweg unzulässig.

Die ABG sollten deutlich sichtbar auf der Webseite aufgeführt werden und Käufer müssen vom Anbieter vor Abschluss des Bestellvorgangs nicht nur deutlich darauf hingewiesen werden, sondern sollten auch die Möglichkeit haben, den AGB zuzustimmen bzw. sie im Zweifelsfall abzulehnen.

Datenschutz
Per Gesetz sind Onlineshops verpflichtet, ihren Kunden mitzuteilen, wie sie mit personenbezogenen Daten umgehen, d. h. wie die Daten erhoben werden, in welchem Umfang und wofür sie genutzt werden. Achte daher darauf, ob und welche Angaben der Onlineshop zum Datenschutz macht. Einen Hinweis zu den Datenschutzrichtlinien findest du meist entweder in den AGB oder in einem extra Menüpunkt zum Datenschutz.

5. Impressum

Generell muss jeder Onlineshop über ein Impressum verfügen, das angibt wer sich hinter dem Onlineangebot verbirgt. Konkret bedeutet das: Es müssen Angaben wie die Kontaktadresse des Unternehmens, die vollständigen Namen der verantwortlichen Personen sowie die Rechtsform und der Handelsregistereintrag vorhanden sein.

Mithilfe dieser Angaben kannst du eventuell auftretende Rechtsansprüche gegen den Betreiber geltend machen. Verfügt ein Onlineshop nicht über ein ordnungsgemäßes Impressum, solltest du auch auf einen Einkauf verzichten! Das Impressum wird im Normalfall als eigener Menüpunkt angelegt und erscheint oft im Footer (am unteren Ende) der Webseite.

HAND-DRAUF-Redaktion

Von Werkzeug bis Unternehmensführung: Mit unseren Ratgebern wollen wir Handwerkern Antworten auf viele Fragen geben.

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