Arbeitskleidung für die kalten Tage

24. November 2015

Wer bei extremen Witterungsbedingungen im Freien arbeitet, ist besonders gefährdet, Kälte- und Nässeschäden zu erleiden. Arbeitgeber sind daher verpflichtet, ihren Mitarbeitern bei Temperaturen bis -5°C spezielle Wetterschutzkleidung zur Verfügung zu stellen, die zusätzlich vor Erfrierungen, Erkältungen und weiteren Kälte- und Nässefolgen schützt.

Wetterschutzkleidung von Kopf bis Fuß

Wärmender Kopf- und Ohrenschutz
Wintermützen aus Fleece oder Wolle halten in der kalten Jahreszeit den Kopf bei Arbeiten im Freien warm. Gilt eine Schutzhelmpflicht am Arbeitsplatz, können spezielle Kälteschutzmützen unter den Schutzhelmen getragen werden.

Wasser- und winddichte Funktionskleidung
Wasserabweisende Kleidung ist bei Kälte und Nässe die geeignete Wahl. Thermokleidung, die es in Form von Funktionsunterwäsche und als Jacken und Hosen für drüber gibt, bieten zuverlässigen Schutz vor eindringender Feuchtigkeit und sorgen dafür, dass der Körperschweiß nach außen abgeleitet wird. Dadurch kühlt der Körper nicht so schnell aus.
Bei extremen Minusgraden empfehlen sich wasserabweisende Kälteschutzhosen, die mit einer speziellen Kälteisolierung die Beine vor Unterkühlung schützen. Mit retroreflektierenden Elementen ausgestattet, können Mitarbeiter auch im Dunkeln noch gut gesehen werden.

Von Kopf bis Fuß: Arbeitskleidung für den Winter

Gefütterte Handschuhe
Für die kalten Temperaturen gibt es gefütterte Schutzhandschuhe beispielsweise mit geflockten Innenflächen, die für warme Hände bei der Arbeit sorgen. Aber auch die vorhandenen Schutzhandschuhe können mit zusätzlichen Baumwollhandschuhen, die unter den Arbeitsschutzhandschuhen getragen werden, weiterhin genutzt werden.

Rutschfeste, gefütterte Schuhe
Profilsohle und wärmeisolierendes Futter sind zwei wichtige Kriterien, die Sicherheitsschuhe und Sicherheitsstiefel für den Winter erfüllen sollten, um Rutschunfällen und nassen Füßen vorzubeugen. Vor allem für den Einsatz auf Baustellen ist es zusätzlich wichtig, dass sie durchtrittssicher sind.

Auf die Kennzeichnung achten

Wetterschutzkleidung ist in drei Schutzklassen von 1 bis 3 unterteilt. Je höher die Klasse, desto besser schützt die Kleidung vor eindringender Feuchtigkeit und desto effektiver funktioniert der Feuchtigkeitstransport nach außen. Darüber hinaus verfügt hochwertige Wetterschutzkleidung über eine CE-Kennzeichnung.

Eine weitere wichtige Angabe, auf die Sie achten sollten, ist die Empfehlung zur Tragezeitbegrenzung der Hersteller, die je nach Kleidungsstück und Schutzklasse variiert. Sie gibt an, wie lange die Schutzkleidung bei der täglichen Arbeit bedenkenlos getragen werden kann.

Themenpaket „Arbeitsschutz im Winter“
In unserem Themenpaket zum Arbeitsschutz im Winter präsentieren wir dir informative und hilfreiche Ratgeberartikel rund um Fragen der betrieblichen Vorsorge für die Arbeit in der kalten Jahreszeit.
Teil 1: Arbeitsschutzkleidung für die kalten Tage
Teil 2: Streuwagen: Praktische Helfer im Winterdienst

HAND-DRAUF-Redaktion

Von Werkzeug bis Unternehmensführung: Mit unseren Ratgebern wollen wir Handwerkern Antworten auf viele Fragen geben.

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