Khang Pa- das Ladakh Farmhaus in den Himalayas

Rieger-Jandl, Andrea: Living culture in the Himalayas, Wien 2005.

Ursprung

Da fruchtbares Land nur wenig vorhanden ist, werden die Häuser an den felsigen und trockenen Teilen der Gegend gebaut, vornehmlich am Fuß eines Hügels, der als Rückwand des Hauses in den Bau integriert wird. Es wurden jedoch auch Bauten auf flachem Grund errichtet. Erstere sind meistens nach Süden ausgerichtet, bestehen aus einem zentralen Block und zwei Seitenflügeln; die Innenräume sind in den oberen Stockwerken um einen nach Süden hin offenen Innenhof arrangiert. Auch der zweite Typ auf flachem Grund besitzt einen Innenhof, yaps genannt, der jedoch ringsum geschlossen und quadratisch ist. Die Häuser besitzen viele praktische Elemente und sind symmetrisch, schlicht und von außen kaum dekoriert.

Konstruktion

  • Zwei- oder manchmal dreigeschossiger Bau
  • Dicke Wände
  • Wenige und kleine Öffnungen
  • Seit Verwendung von Glas wurden vor allem Fenster vergrößert
  • Aufgrund des trockenen Klimas flacher Dachbau zur Lagerung von Stroh, Zweigen und Dung; aber auch als Schlafstätte im Sommer
  • Fenster mit schwarzem oder rotem Stucco-Rahmen nag tshu (optional)

Material

  • Steine (im ersten Geschoss) und luftgetrocknete Lehmziegel pag pu (obere Etagen) als Grundkonstruktion
  • Lehm-Putz marka laga, manchmal weiß gekalkt (dkar rtsi)
  • Wenig Holz, jedoch niemals in der Wandkonstruktion, vielmehr Innenausbau

Features

  • Innenhof
  • Freiluft-Nischen und kleine, windgeschützte Terrassen, die vor allem im Winter viel Sonne bekommen
  • Balkone und Loggien (rab gsal) in wohlhabenden Häusern

Als PDF herunterladen