Maya-Hütten auf der Halbinsel Yukatan

Stierlin, Henri (Hrsg.): Architektur der Welt: Maya, Köln 1994.

Ursprung

Die bäuerlichen Behausungen aus der vorkolumbischen Zeit sind zwar nur wenig erhalten geblieben, doch konnten die Archäologen vielerlei Erkenntnisse anhand der Überrreste und Darstellungen, die die Friese einiger Paläste schmücken, die wir heute noch als die großartigen Maya-Bauwerke verehren. Die Maya-Hütte blieb über ca. 2000 Jahre im Grunde unverändert und bildet eine wichtige Grundlage für die Struktur aller Bauwerke dieser Hochkultur.

Konstruktion

  • Unterbau (ca. 60 cm hoch), auf dem das Haus steht, zu dem eine kleine Zugangstreppe hinauf führt
  • Sockel dient dem Schutz vor Überschwemmungen während der Regenzeit
  • gestampfter Boden
  • rechteckige oder ovale Form des Gebäudes mit einem Maß von ca. 5 x 3 m
  • außer der Türöffnung sind keine weiteren eingelassen (Feuerstelle befindet sich draußen unter einem Vordach)
  • Grundgerippe aus Zweigen wird mit Pisé bedeckt und gekalkt
  • Dachstuhl aus Holz
  • Wände in späteren Zeiten auch aus Stein
  • Dach aus Stroh und Palmblättern mit einer starken Neigung von ca. 60°

Material

  • Steine
  • Erde
  • Zweige, Holz
  • Lehm
  • Stroh
  • Palmblätter

Features

  • Wärmeisolierung durch dichte Bedachung aus pflanzlichen Stoffen, wenige Öffnungen und hohen Innenraum
  • Anpassung an die Umgebung und Verwendung von sofort verfügbarem Material

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